Die Geschichte

Bis zum Jahre 1990 schossen wir als Hobbyschützen auf einer Strasse im Siedlungsgebiet. Im Winter auf einem Acker schneebedeckt war. Im Sommer wurde nicht geschossen. 1990 bekamen wir Hobbyschützen ein Asphaltfläche abgelegen vom Siedlungsgebiet von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Darauf wurden dann die Spielfeldmarkierungen eingezeichnet. Von nun an spielten wir nicht mehr Steirisch sondern Olympisch.

Anfangs gab es keine Möglichkeit sich bei Regen oder Wind in einen geschützten Raum zurückzuziehen. Deshalb wurde noch vor dem Winter 1990/91 mit dem Bau eines kleinen Vereinslokals aus Holz begonnen. Hier haben alle fleißig mitgeholfen. Im Frühjahr 1991 wurde die bescheidene Hütte dann fertig gestellt und bis zum Herbst auch mit Tischen und Sesseln versehen. Jetzt konnte man bei kurzfristigem Schlechtwetter ins trockene flüchten.

Dies war insbesondere Bemerkenswert, da wir von Anfang an, weder über Strom-, Kanal- noch Wasseranschluss verfügten. Aber trotzdem, oder gerade aus diesem Grund war das "Vereinsleben" wunderschön.

Am Jänner 1992 wurde bei der EVN ein Antrag für die Errichtung eines Stromanschlusses gestellt, damit in den Sommermonaten auch ein Kühlschrank betrieben werden kann um eine Erfrischung an den heißen Sommertagen genießen zu können. Der Verein hat dafür von der Gemeinde eine Subvention erhalten, ohne die es unmöglich gewesen wäre dieses Vorhaben umzusetzen. Zusätzlich erklärte sich der Verein bereit die Baggerkosten zu übernehmen. Im Spätherbst konnten wir uns dann schon über den Strom im Vereinslokal freuen. Dazwischen gab es noch 2 wichtige Ereignisse:

Im Juli 1992 erfolgte die behördliche Meldung des Vereins, welche von der Sicherheitsdirektion Niederösterreich nicht untersagt wurde.

Im Laufe des Jahres 1992 erfolgte ein seitlicher Zubau um sich auch im Sommer in einen schattigen Bereich zurückziehen zu können.

Im September 1993 erfolgte die Aufnahme in den NÖEV, wo wir der Bezirksgruppe Amstetten zugeteilt wurden.

So mancher Wildschütze war über die vielen Regenwolken die über unsere Stockbahnen zogen nicht sehr erfreut. So mancher Regenschauer machte das pure Vergnügen am Stocksport zur Wasserschlacht. Daher fasst der Vorstand noch im Jahre 1993 den Entschluss, dass die Asphaltbahnen unbedingt überdacht werden sollten.

Dieses ehrgeizige Vorhaben würde dann auch noch im Spätsommer 1993 in Angriff genommen. Dafür wurde von einer alten Fabrikshalle das komplette Dach abmontiert und alle Glasfenster herausgenommen. Dies wurde den Winter auf einem Platz hinter den Asphaltbahnen von Schnee geschützt gelagert.

Im Frühjahr 1994 wurde das Fundament ausgehoben, betoniert, und die Säulen für die Mauerbänke aufgestellt. Anschließend das abmontierte Dach aufgesetzt, und schon  im Sommer 1994 konnte man vom Wetter unabhängig Trainieren und Turniere abhalten. Zu dieser Zeit waren wir der einzige Verein aus der Stadtgemeinde Amstetten der über eine überdachte Stocksportanlage verfügte. Lediglich der ESV St. Martin hatte zu der Zeit aus der Bezirksgruppe Amstetten eine überdachte Stocksportsanlage.

Im Jahre 1995 war die letzte große Bautätigkeit. Das mittlerweile viel zu klein gewordene Vereinslokal wurde großzügig erweitert. Der Platz für die Mitglieder wurde verdoppelt. Auch ein kleines Büro für den Schiedsrichter und die Wertung bei den Turnieren wurde eingerichtet. Eine geräumige Küche fand ebenfalls Platz im neuen großen Vereinshaus. Parallel dazu bekamen wir im Sommer von der Gemeinde einen Kanalanschluss, weil im Zuge des Ausbaus auch eine Sanitäranlage errichtet wurde.

Im folgenden Jahr wurde die Küche großzügig eingerichtet. Und es war uns endlich gelungen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den den Amstettner Stadtwerken einen Wasseranschluss herzustellen.

In den folgenden Jahren konnten wir zum ersten mal in der Vereinsgeschichte uns ganz auf den Sport konzentrieren, was zu vielen guten Platzierungen führte.

Im Mai des Jahres 2000 hat den Verein ein schwerer Schicksalsschlag getroffen. Unser Obmann, der maßgeblich zur Gründung des Vereines beigetragen hat, ist völlig unerwartet verstorben. Er hat ein großes Loch im Verein hinterlassen, das nur sehr schwer aufzufüllen war. Es war auch nicht so einfach jemanden zu finden, der sich diese verantwortungsvolle Aufgabe zutraut. Aber es gelang mit gemeinsamer Anstrengung und durch den Einsatz unseres neuen Obmanns das Vereinleben fortzuführen und viele Erfolge zu erreichen.

Die Zufahrtsstraße zum Vereinshaus wurde im Jahre 2000 danke der Gemeinde Amstetten mit einer Straßenbeleuchtung ausgestattet und danach mit Kaltasphalt beschichtet.

2002 wurde die nicht mehr sehr intakten Dachrinnen der Stocksporthalle durch neue Aluminiumdachrinnen ersetzt.

Der überdachte Hallenzugang wurde 2004 auch seitlich mit Holz verkleidet und um natürliches Licht zu haben wurden Plexiglaselemente eingesetzt.

Seit dem Jahr 2005 haben wir durch den Ausbau der Bundesstrasse B121 eine geänderte Zufahrt.

2013 wurde der Asfaltbelag der beiden Stockbahnen erneuert und der Sitzbereich vor den Stockbahnen großzügig erweitert.

2015 25. und 26. September 25ig jähriges Turnierin Anwesenheit des Ortsvorstehers Anton Ebner gefeiert.

Wir bedanken uns bei der Stadtgemeinde Amstetten für die jährliche Subvention!