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5 Mostviertler beim größten Skilanglauf-Volkslauf der Welt,
dem "Vasaloppet" in Schweden über 90 km im klassischen Stil

Bereits ein Woche vor dem Langlauf-Ultrabewerb fanden sich die Amstettner Pils Roland, Kloimwieder Walter, Wagner Wilhelm, Reinhard Eisenbauer (Organisator und bereits zum vierten Mal am Start) sowie der Volkslanglaufspezialist Josef Oysmüller aus St. Aegyd, im 30 km vom Laufziel entfernten Langlauf- und Freizeitzentrum „Grönklit“ ein, um für diese Kreislauf-, Material- und psychische Prüfung gerüstet zu sein.

Ausgiebiges Training, Ski- und Wachstest rundeten diese Vorbereitung optimal ab, - zudem bestritten Pils und Wagner 5 Tage vor dem Hauptereignis einen letzten Test mit Qualifikationscharakter auf den letzten 45 km der Originalstrecke, dem „Halvvasa“ ab, um aus einer vorderen Startgruppe ins Rennen gehen zu können. Sie erreichten dabei unter 2500 Startern Gesamtrang 40. bzw. 41, dies reichte für die 3.Startgruppe beim langen Sonntagslauf. (Zeit für 45 km – 2:54 Stunden).

Am Wettkampftag, Sonntag der 4.März 2007, hieß es dann um 2:30 Uhr Tagwache, Frühstück, Bustransfer vom Zielort Mora zum 90 km entfernten Start in Berga bei Sälen, ab 6 Uhr wurde das Startgelände für die 20.000 Volkslangläufer aus aller Welt geöffnet, Die Skier wurden in das 40 Spuren breiten Startgelände abgestellt. Eine riesige Organisation für diese Startermassen, Kleidertransport, Getränkeversorgung vor dem Start, Toilettanlagen, unzählige Ordner strahlten Ruhe und Routine aus.

Aufkommender Schneefall bei minus 2° und zu erwartende Plusgrade im Ziel forderten die Wachsexperten und es folgten die unterschiedlichsten Wachstipps. Die Mostviertler taten den richtigen Griff (Universalklister mit warmen Hartwachs abgedeckt) und hatten allesamt schnelle „Bretter“ mit guten Steigeigenschaften unter den Füßen.

Um 8 Uhr krachte der Startschuss, eine „endlos“ lange Schlange von Langstreckenfreaks setzte sich in Bewegung, um bereits nach 1 km, der ersten Engstelle, einer 3 km langen Steigung durch eine nur 20 m breite Waldschneise, ins Stocken zu geraten - im Trippelschritt, die Stöcke eng an den Körper gehalten (wegen Bruchgefahr) wurden die 200 Höhenmeter zurückgelegt – nach ca. 25 Minuten konnte man dann endlich Langlaufen, d.h. in Doppelstocktechnik wurde über das Hochplateau gebolzt, um vermeintlich verlorene Zeit aufzuholen.

Trotz acht Spuren wurden nur die eingefahrenen 3-4 genutzt, der Neuschnee bremste zu stark das Vorwärtskommen – Alle Amstettner kamen gut voran, konnten ständig ihre Positionen sowohl in den Steigungen, als auch bei den Abfahrten verbessern – alle 12 km gab es Labestellen mit warmen isotonischen Getränken, fester Nahrung und der berühmten „Blaubeersuppe“ - und erreichten allesamt mit ausgezeichneten Ergebnissen das Ziel im 90 km entfernten Mora, auf einer legendären, mit tausenden jubelnden Zuschauern gesäumten Zielgeraden direkt im Ortszentrum – mit nur „relativ wenig“ Zeitrückstand zum Sieger.

Alle erreichten auch die erträumte Medaille, die bei weniger als 50% Zeitrückstand hinter den Siegern vergeben wird. Einzig Walter Kloimwieder hatte in den Anfangssteigungen Pech, er wurde von einem unachtsamen „Drängler“ zu Fall gebracht, verstauchte sich das Fußgelenk und konnte nur mehr mit Einschränkungen klassisch laufen, d.h. er musste vermehrt auf Doppelstockschub setzen.

Ergebnis:

Gesamtsieger: Oskar Svärd (Schweden) Endzeit 4:43:40
Damensiegerin: Elin Ek (Schweden) 4:48:29

Rang   466 Oysmüller Josef (St. Aegyd) 5:06:40
Rang 1147 Wagner Wilhelm (ESV Amstetten) 5:35:14
Rang 1185 Pils Roland (ESVAmstetten) 5:36:45
Rang 2764 Eisenbauer Reinhard (ESV Amstetten) 6:28:16
Rang 2947 Seidl Manfred 6:33:44
Rang 5037 Kloimwieder Walter (ESVAmstetten) 7:42:08

Fazit: Ein herrliches Erlebnis, bei schwierigen Wachsverhältnissen, riesiger Organisationsaufwand - glückliche Läufer im Ziel – hervorragende Leistungen mit tollen Endzeiten!!!

 
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