Nach dem heißen Wetter beim Nationencup und dem Jahrhundertsommer dieses Jahr hatte ich schon die Befürchtung das würde bei der EM mit den heißen Temperaturen so weiter gehen. Da hat sich der Wettergott aber was Neues einfallen lassen, super Bedingungen beim Training, nur der letzte Tag zeigte was auf uns zukommen würde. Genau die vier Tage der Euro hatten wir Regen, Sturm und andauernd wechselnde Bedingungen. In der Kocistrasse mit sehr temperaturempfindlich Bahnen, ob auf Eternit oder Beton natürlich ein Horror. Unsere Betreuer waren hier stark gefordert in puncto Ballpräperation und ich mit Setz 1 einige Male Testpilot. Die Vorbereitung auf diese Verhältnisse war optimal, am frühen Morgen wurde auf den kalten Anlagen, die oft von der Sprinkleranlage unter Wasser gesetzt waren, trainiert. Auf Beton hatten wir am letzten Trainingstag noch die Möglichkeit bei Regen die besten Bälle zu testen. Viel Freizeit blieb nicht an diesen Trainingstagen, unser Couch hatte immer wieder eine Zählrunde oder ein Intervalltraining für uns geplant. Es gelang uns aber an einem trainingsfreien Vormittag die Augarten Porzellanmanifaktur zu besuchen, das war österreichische Kultur pur. Der Besuch von Schönbrunn wurde abgesagt, denn ein Ausschlaftag war für uns Spieler dringend nötig. Der Ausspruch unseres Teamchef " Ihr seit die Besten aus Österreich", sollte sich bestätigen, " Wir waren die Besten". Und ich bin sehr stolz darauf, dabei gewesen zu sein bei diesem Erfolg. Denn der Vorsprung bei der Damenmannschaft war schon sehr groß und ich bin mir fast sicher noch nie dagewesen. Eines ist sicher der Medaillenspiegel in Österreich stimmt wieder und Deutsche und Schweden sind zu schlagen, man muß nur daran glauben. Und wer weiß wie die Sache geendet hätte, wenn wir die Superfinalrunde noch zu Ende spielen hätten können. Denn Willi und Maria waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu bremsen, 22 auf Beton zu spielen bei diesen Bedingungen, ist schon eine tolle Leistung von Willi. Bedanken möchte ich mich hier auch bei unseren unermüdlichen Betreuern, meinen Trainingspartnern und bei Fritz der mich zwar immer einen Querulanten nennt: so schlimm war ich auch wieder nicht, oder ?

Bei der Verabschiedung im Hotel am Sonntag, kam schon die nächste Aufgabe von unserem Teamchef: die Vorbereitung für Bad Münder beginnt jetzt ." Er kann`s wohl nie lassen ".

Andrasch Elfriede

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