- Eröffnung des Festivals durch die Kulturstadträtin von Amstetten
und Abgeordnete zum Nationalrat Frau Ulrike Königsberger-Ludwig.
- Vorstellung der Bilderausstellung von Agnes Neumayr und Gertraud Schwarz
über die Wandmalkunst der Nankana-Frauen in Nordghana.
- In der Region lebende Afrikaner laden die Besucher zu einen typisch
afrikanischen Essen ein.
- Bei Einbruch der Dunkelheit um etwa 21:00 wird im Schlosshof der
Eröffnungsfilm «Je chanterai pour toi» aus Mali
vorgeführt.
|
|
 |
| Land: | Mali |
| Jahr: | 2003 |
| Regie: | Jacques Sarasin |
| Drehbuch: | Jacques Sarasin |
| Vorlage: | Lieve Joris |
| Kamera: | Stephan Oriach |
| Montage: | Bernard Josse |
| Ton: | Philippe Leqocq |
| Musik: | Boubacar Traoré |
| Produktion: | Les Productions Faire Bleu |
| Format: | 1,8.5 |
| Länge: | 80 Minuten |
| Originalsprache: | diverse |
| Untertitel: | d/f |
| Preise: | 1er Prix du International Documentary and Experimental Film Show, Montevideo, 2001 |
| Darsteller: | Boubacar Traoré |
| | Ali Farka Touré |
| | Nadieye Niang |
| | Ballaké Sissoko |
(Ich werde für dich singen - Mali Blues)
Seit einigen Jahren begeistert der Star des afrikanischen Blues, Boubacar
«KarKar» Traoré Musikfans rund um die Welt. Zusammen mit
«KarKar» kehren wir in dieser filmischen Reise zurück zu
seinen Wurzeln in Mali und erfahren, was diesen großen Musiker und seine
Lieder geprägt hat. Eine Reise in die afrikanische Musik Die
Medienstimmen überschlugen sich, als anfangs 2003 der filmische Essay
zum afrikanischen Bluesman Boubacar Traoré in Frankreich in die Kinos
kam, ein malinesisches Pendant zum kubanischen Buena Vista Social Club:
«Dieser Dokumentarfilm bietet unvergleichliche musikalische Momente.
Unbedingt zu entdecken!», schrieb das Studio Magazine. «Je
chanterai pour toi macht uns bewusst, dass Musik schon immer
‹Welt› war, und es nicht erst mit dem Weltmusikkonzept
wurde...» notierte Amina. Und das Musikblatt Global Rhythm meinte:
«Eine außerordentliche Odyssey durch die Geographie eines Landes und
der menschlichen Seele.» In der Tat ist dieser Film des Genfers Jacques
Sarasin eine sanfte Reise auf den Spuren afrikanischer Musik, ein
Hörerlebnis mindestens ebenso.
© trigon-film
Plot Outline: It is a love story told by a singer whose music takes us on a
social, political and geographic voyage of Mali from 1960 to our days.
In the sixties, the people of Mali awoke each morning to the sound of
Boubacar "KarKar" Traoré's voice on the radio, singing of independence.
Everyone in Mali remembers having danced to his hits. But since his music was
only played on the radio, he didn't earn enough money to live on and he had
to stop playing music to work as a tailor and a salesman to feed his family.
A few years later, he is dealt a cruel blow: his beloved wife, Pierrette
dies. Disoriented, KarKar leaves for France, working in construction, and
singing at weekends in the Parisian immigrant shelters that are now his home.
In Mali, everybody thinks that KarKar is dead. Years later, a music producer
discovers an old recording of his...
© IMDb
Hier finden Sie Hintergrundinformation zum Film
«Je chanterai pour toi».
|
|
 |
| Land: | Zimbabwe |
| Jahr: | 2002 |
| Regie: | John Riber |
| Drehbuch: | Andrew Whaley, John Riber |
| Kamera: | Sandi Sissel |
| Montage: | Louise Riber |
| Ton: | Dirk Bombey |
| Musik: | Steve Dyer |
| Ausstattung: | David Guwaza |
| Produktion: | Pathfinder International |
| Länge: | 92 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Untertitel: | d/f |
| Darsteller: | Leroy Gopal (Tiyane) |
| | Kasamba Mkumba (Juliet) |
| | Ratidzo Mambo (Linda) |
| | Sibangani Collin Dube (Skido) |
| | Pedzisai Sithole (Nocks) |
| | Yvette Ogiste-Muchenje (Rita) |
(Die gelbe Karte)>
Die «Gelbe Karte» ist im Fußball für den betroffenen
Spieler keine erfreuliche Sache. Und im Leben sonst? Im größten
afrikanischen Filmhit der letzten Jahre muss der Schüler und
Mädchenbetörer Tiyane erfahren, dass er die Gelbe Karte auch neben
dem Fußballfeld, auf dem er ein Star ist, gezückt bekommen kann. Er
träumt davon, einmal als Profi- Fußballer nach Europa fliegen zu
können und liebt seine Schulkollegin Linda. Die Lage spitzt sich
für die beiden zu, als der Mädchenheld Tiyane sich in Juliet
verknallt, die eine Schulklasse über ihm sitzt und aus einem besseren
Viertel der Stadt stammt. Tiyane wittert Erfolgschancen, und als Linda ihm
kund tut, dass sie schwanger ist, will er damit nichts zu tun haben. Der
amüsante Liebesfilm «Yellow Card» hat mit seinem Charme im
Nu die Herzen afrikanischer Jugendlicher erobert. Jetzt kommt er zu uns:
Vergnügen und Wiedererkennen garantiert!
In diesem Spielfilm wird eine Geschichte erzählt, die sich auf die
eine oder andere Art an jedem Ort auf der Welt so zutragen könnte. Ein
Junge ist mit einem Mädchen zusammen. Er liebt das Fussballspielt und
hegt große Träume. Eines Tages verliebt er sich in eine andere junge
Frau. Soweit so gut, so spielt das Leben. Aber, so führt uns Yellow Card
vor Augen, so einfach kann das auch nicht immer gehen, es gibt Momente, da
man Verantwortung für das übernehmen muss, was man angestellt hat.
Yellow Card führt uns das mit viel Witz vor Augen, wenn Juliet, die
Freundin von Tiyane, sich nicht einfach mit dem Schicksal abfinden will,
plötzlich ein Kind betreuen zu müssen. Dies könnte, wie
gesagt, auch anderswo auf der Welt sich so zutragen. Zum Besonderen von
Yellow Card gehört, dass er in Zimbabwe entstanden ist, in einem Land im
südlichen Afrika. Neben der unterhaltsamen Geschichte entführt der
Film uns damit auch auf einen anderen Kontinent und mitten hinein ins Leben
dort.
Wir mögen Dinge entdecken, die anders sind, als bei uns, gleichzeitig
werden wir aber auch erkennen, dass vieles gleichen Mustern folgt. Zum
Beispiel eben das Verhalten von Teenagern und unter ihnen vor allem jenes von
der männlichen Sorte. Keine schlechte Idee, sich dies ab und zu mal vor
Augen zu führen. Und wenn man sich dabei erst noch amüsieren kann,
umso besser.
© trigon-film
Plot Outline: A teenage soccer star learns some tough lessons about the
consequences of unprotected sex.
Tiyane is a high school junior with a promising future. He's a good student
from a good family and he's rapidly becoming a soccer star. But he's also
becoming an adult, and with adulthood comes responsibility that he may not be
able to handle. Tiyane's tomcatting with Linda leads to unforseen
consequences that may ruin his relationship with the girl he really loves,
Juliet.
© IMDb
Hier finden Sie weitere Informationen zum Film «Yellow Card».
|
|
|
Gemeinsam mit dem Weltladen in Amstetten veranstalten wir am Samstag den
16. Aug. 2003 zwischen 15:00 und 18:00 Uhr einen Trommelworkshop mit:
- Georg Edlinger (15:00 - 16:30): Grundrythmen,
rhythmisches Training, Vorbereitung auf afrikanische Rhytmen.
- Dickson Wiredu (16:30 - 18:00): Traditionelle
afrikanische Rhythmen und Gesang aus Ghana.
Die Teilnahme ist kostenlos, ebenso stellt der Weltladen jedem Teilnehmer
auf Wunsch eine original Djembe aus Ghana kostenlos zur Verfügung gestellt.
Interessenten werden jedoch gebeten sich zumindest eine Woche vorher im
Weltladen für den Workshop anzumelden. - Noch nie war es so einfach in die
Welt afrikanischer Trommelrythmen einzutauchen, zu probieren, zu gustieren ....
|
|
 |
| Land: | Burkina Faso |
| Jahr: | 2001 |
| Regie: | Dani Kouyaté |
| Drehbuch: | Moussa Diagana |
| Vorlage: | Moussa Diagana |
| Kamera: | Robert Milli´ |
| Montage: | Zoë Durouchoux |
| Ton: | Pierre Lorrain |
| Musik: | Daniel Rousseau, Fantani Touré |
| Ausstattung: | Papa Kouyaté |
| Produktion: | Sahélis Production, Ouagadougou |
| Länge: | 96 Minuten |
| Originalsprache: | Französisch |
| Untertitel: | d |
| Preise: | Festival Namure, Bayard d'or 2001, bestes Drehbuch |
| Darsteller: | Sotigui Kouyaté (Wakhané) |
(Sia - der Traum der Python)
Koumbi ist eine Stadt, die von einem Herrscher dominiert wird, einem Meister
des Universums. Um aus der Misere herauszukommen, in der sein Reich steckt,
soll er der Tradition gemäß ein menschliches Opfer darbringen. Obwohl
sein Volk den Glauben an den Zauber verloren hat, wird die schöne Sia
als Opfer auserkoren. Ihr Verlobter, der Leutnant Mamadi, rebelliert gegen
das Ansinnen und kann das Opfer verhindern.
Der Film ist inspiriert von der Legende Wagadus, aber es ist weder die
Geschichte in der Art, wie sie Historiker erzählen würden noch die
Legende wie sie die Griots (weit gefasst sind das in Westafrika die Bewahrer
der oralen Literatur) erzählen. Die erstere ist in der Regel
unvollständig und herbeigestammelt, die letztere verbleicht, wie alle
Mythen, täglich etwas mehr. Da bleibt eben die Imagination, um eine
Annäherung zu versuchen und zugleich die Stimme jener wahrzunehmen, die
in allen Geschichten und in allen Legenden so wenig sagen konnten.
Moussa Diagana
Der Film knüpft an die Bürgerkriege an, die Afrika ausbluten, und
versucht die Ursachen dafür einmal nicht in Kolonialismus und Sklaverei
zu suchen sondern afrikanische Urmythen zu befragen. Diese tragen auch
einen Teil der Verantwortung, da sie mitunter in gefährlichen Dosen
totalitäre Züge enthalten. Der Film geht von der Legende Wagadus aus,
dem Urmythos der Völker aus der vormandinguistischen Zeit um zu einer
politischen Fabel zu werden und universelle Gültigkeit zu erlangen.
Dani Kouyaté
© trigon-film
Weitere Informationen zum Film «Sia - le
rêve du python» finden Sie hier.
|
|
 |
| Land: | Ghana/Österreich |
| Jahr: | 2003 |
| Regie: | Gertraud Schwarz |
| Kamera: | Gertraud Schwarz |
| Schnitt: | Gertraud Schwarz |
| Sprecherin: | Barbara Gassner |
| Produktion: | Agnes Neumayr |
| Organisation: | Agnes Neumayr, Margarete Akagwire |
| Format: | MiniDV, 4:3 |
| Länge: | 67 Minuten |
| Originalsprache: | Nankani, Englisch |
| Untertitel: | d |
| Darsteller: | Nankana Frauen |
Borinboresi ist das Nankani-Wort, welches die Wandmalkunst der Frauen im
Kasena/Nankana Gebiet in Ghana/Westafrika bezeichnet. Durch zunehmende
Einflüsse von Kapitalismus, westlicher Kultur und Christianisierung ist
diese Kunstform, die im Kollektiv mehrerer Frauen durchgeführt wird, vom
Verschwinden bedroht.
Die Dokumentation «Borinboresi» konzentriert sich vor allem auf den
Entstehungsvorgang der Wandmalereien, ebenso auf die Spontaneität und
Lebensnähe dieser Kunstform. Sie zeigt das Bemalen eines traditionellen
Lehmhauses und vermittelt die sozialen und ethischen Komponenten, die von den
älteren Frauen an die jüngeren weitergegeben werden.
Im Dorf Natugnia haben sich unterschiedliche Frauengruppen
zusammengeschlossen, um ein Gemeinschaftshaus zu errichten. In diesem
können sie zukünftig Fortbildungsveranstaltungen abhalten, ihre
Anliegen gemeinsam besprechen und so ihre gesellschaftliche Stellung
verbessern. Fasziniert verfolgt man die Energie, welche in die Fertigstellung
des Gemeinschaftshauses gesteckt wird. Das Verputzen und Bemalen der
Wände und das Vorbereiten, Stampfen und Ebnen der Böden
gehören wie das Wasser holen zu den Aufgaben, die traditionell von den
Frauen durchgeführt werden.
Tanz und Musik sind wichtige Teilaspekte der Wandmalkunst, welche die
sinnliche Wahrnehmungsebene und die zwischenmenschliche Gefühlsebene
ansprechen und dadurch die Erinnerungsbilder der Teilnehmerinnen prägen.
Diese dynamischen Elemente des Malens wechseln mit ruhigen Einstellungen von
alltäglichen Arbeiten und Verrichtungen am Gehöft. Die Kamera ist
nahe bei den ProtagonistInnen und vermittelt ein Gefühl des Dabeiseins.
Im Gegensatz zur gewohnten, vorrangig ‚erschreckenden’
Berichterstattung über ‚unterentwickelte’ afrikanische
Verhältnisse und Ereignisse wird bewusst darauf Wert gelegt, ein ebenso
existierendes positives Bild ghanaischer Kultur zu zeichnen.
Das couragierte Engagement der Nankana Frauen zur Bewahrung ihrer kulturellen
Werte und ihre Auseinandersetzung mit ökonomischen und
entwicklungspolitischen Veränderungen ihrer Gesellschaft war Inspiration
für die Dokumentation. Der Film betont die Wichtigkeit des ‚globalen
Lernens’ differenter Gemeinschaften und Kulturen voneinander.
© Agnes Neumayr
Hier finden Sie Hintergrundinformation zur
begleitenden Bilderausstellung «Borinboresi».
|
|
 |
| Land: | Senegal |
| Jahr: | 1997 |
| Regie: | Moussa Touré |
| Drehbuch: | Moussa Touré, Alain Choquart, Catherine D'Hoir, Th. Delor |
| Kamera: | Alain Choquart |
| Montage: | Josie Milievic |
| Ton: | Dominique Levert |
| Musik: | Wasis Diop |
| Produktion: | Jean-François Lepetit, Flach Films France |
| Länge: | 96 Minuten |
| Originalsprache: | Französisch und Wolof |
| Untertitel: | d/f |
| Darsteller: | Makéna Diop (Rambo) |
| | Bernard Giraudeau (Roger) |
| | Philippine Leroy-Beaulieu (Sylvia) |
| | Al Hamdou Traore (Demba) |
| | Joséphine M'Boup (Salambaré) |
| | Joséphine Zambo (Seynabou) |
In seinem zweiten Spielfilm «TGV», unternimmt der senegalesische
Filmemacher Moussa Touré auf wunderbar leichte Art eine Reise durch
seinen schwarzafrikanischen Kontinent. In einem bunt bemalten Bus, den der
Chauffeur mit dem für sich sprechenden Namen Rambo in Anlehnung an den
französischen Hochgeschwindigkeitszug kühn «TGV» nennt,
hat er eine illustrative Auswahl von Zeitgenossinnen und Zeitgenossen
vereint, die sich in unterschiedlichen und zum Teil für sie nicht
sonderlich angenehmen Situationen behaupten müssen. Ihre Mischung
erinnert an so schöne Klassiker wie «Stagecoach» von John
Ford oder «La mort en ce jardin» von Luis Buñuel, in denen
das Schicksal auch allerlei Menschen einen gemeinsamen Weg beschreiten
ließ, weg vom Alltagsgeschehen.
Moussa Touré bringt in seinem knatterigen Gefährt unter anderem
einen flüchtigen Finanzminister, ein verirrtes europäisches
Ethnologenpaar auf der Suche nach der untergegangenen Mandingo-Zivilisation,
einen Dealer und weitere Bewohnerinnen und Bewohner des afrikanischen
Kontinents unter. Sehr schön gelingt ihm dabei die Charakterisierung der
einzelnen Figuren in wenigen aber präzisen Strichen. Mit herrlich
instrumentierten und abgestimmten Dialogen, streitend, neckend und lachend
fährt die zufällige Gesellschaft von einer augenzwinkernden
Anspielung zur nächsten. Touré sucht dabei eine fürs
schwarzafrikanische Kino eher ungewohnte, geradezu beschwingte
Erzählweise. Das macht den Film auch für Jugendliche, die etwa die
Ebene der politischen Anspielungen noch nicht verstehen mögen, leicht
verständlich. Ein Trip zur Entdeckung eines halben Kontinents.
© trigon-film
«Ich bin Afrikaner, mit einem afrikanischen Blick, und ich mache
afrikanisches Kino. [...] Aber nicht jenes afrikanische Kino das die
Europäer meinen, das der Folklore, der Exotik, der Langsamkeit, nicht
dieses lachende, naive Afrika. Dem verweigere ich mich kategorisch. Ich
versuche Kino zu machen, mit dem man sich identifizieren kann.»
Moussa Touré
Moussa Touré hat die schöne afrikanische Langsamkeit mit seinem
Film TGV gestört. [...] Moussa Touré gehört zu einer neuen
Generation von Filmemachern, die sich in der Weltkultur der Bilder bedienen, im
Westen, Osten, Norden oder Süden, ein Phänomen, das
Identitätsapostel misstrauisch verfolgen. Es geht ihm und anderen an
verschiedenen Stellen der Erde arbeitenden Filmemachern darum, mit dem
vorgefundenen Material der Gegenwart zu spielen, ohne es durch vorgeschaltete
Kulturfilter in gut oder böse zu sortieren.
Reflexe, RadioDRS2
Hier gibt es weitere Informationen zum Film
«TGV».
|
|
|
Das ist die vierte Auflage des Festes für Freunde und wieder eine Chance
für uns «Einheimische» unsere ausländischen Freunde die
so wie wir hier leben und arbeiten kennen zu lernen. Das Fest für Freunde
ist kein Ort von Griesgrämigkeit, von Ausgrenzung oder politischer
Grundsatzdiskussionen. Das lässt schon die mitreißende Musik der
Gruppe ASASEBAN mit Musikern aus Ghana und Nigeria sowie
die offene Gastfreundlichkeit unserer ausländischen Freunde, die uns auch
wieder kulinarisch verwöhnen werden, gar nicht zu.
|
|
 |
| Land: | Gabun |
| Jahr: | 2000 |
| Regie: | Imunga Ivanga |
| Drehbuch: | Imunga Ivanga |
| Kamera: | Dominique Fausset |
| Montage: | Patricia Ardouin |
| Ton: | Antonine Deflandre |
| Musik: | François N'Gwa, Emile Mepango, Nzinga Ella Okoue |
| Ausstattung: | Didier M'Boutsoux |
| Produktion: | CE.NA.Ci, Libreville, Direct et
Différé, Paris |
| Format: | 1:1.85 |
| Länge: | 92 Minuten |
| Originalsprache: | Französisch, lokale Sprachen |
| Untertitel: | d |
| Preise: | Prix Jeune Cinéma, Cannes 2000 |
| Darsteller: | David Nguema Nkogh |
| | Emile Mepango |
| | Roland Nkeyi |
| | Ella Okoue |
(Dôlé - Das Lottospiel;)
Mougler und seine Freunde sind Straßenjungs in Libreville. Ihre Delikte
sind ziemlich naiv, manchmal sogar lustig. Mougler braucht Geld, um Medikamente
für seine kranke Mutter zu kaufen. Er plant mit seinen Kumpeln, den Kiosk
des neuen Lottospiels "Dôlé" auszurauben, das die ganze Stadt zum
Träumen bringt. Aber der Kiosk wird von einem bewaffneten Mann bewacht,
der in die liebenswürdige Ladeninhaberin verliebt ist. Dôlé
ist ein vor Leben und Lebensrhythmen strotzender kleiner Erstling. Er wurde als
erster Film seit 1978 im Gabun gedreht, mit Laienschauspielern, die im
wesentlichen ihre eigenen Rollen spielen. Es sind junge Schüler aus
Libreville, die Mougler und seine Bande darstellen und dabei eigene
Lebenserfahrungen verarbeiten. Der talentierte junge Regisseur Imunga Ivanga
findet den richtigen Ton, weder zu ernst noch zu leichtfertig beschreibt er
die städtische Jugend in ihrem Alltag. Man kann sie in allen Städten
Afrikas antreffen, findet sie aber auch an vielen anderen Orten rund um den
Globus. Ihre Begeisterung für die Rap-Musik erinnert daran, dass diese
Musik auch die schwarz-afrikanischen Städte erobert hat, wo sie zu einem
Ausdruck des Protests der Jugend geworden ist. Sehr schön lässt uns
Imunga Ivanga gerade dies spüren.
© trigon-film
«Ich wollte von der Jugend und der Adoleszenz in einem urbanen Umfeld
reden. Der Film versucht, das Schicksal dieser Jugendlichen in ihrem Alltag
zu er-fassen. Wenn die Jungs, die in Schwierigkeiten stecken, für sie
auch Lösungen finden, über die man sicher streiten kann, so
entwickeln sie doch auch ihre großen Projekte.»
Imunga Ivanga
Hier gibt es weitere Informationen zum Film
«Dôlé».
|
|
 |
| Land: | Marokko |
| Jahr: | 2001 |
| Regie: | Daoud Aoulad Syad |
| Drehbuch: | Ahmed Bouanani |
| Kamera: | Thierry Le Bigre |
| Montage: | Andrée Davanture |
| Ton: | Jérôme Ayasse, Bertrand Boudaud |
| Musik: | Youness Meghri |
| Produktion: | Les Films Du Sud (Rabat), P.O.M. Films (Montreuil) |
| Format: | 1:1,85 Minuten |
| Länge: | 86 Minuten |
| Originalsprache: | Arabisch |
| Untertitel: | d/f |
| Preise: | Preis der Cinéclubs in Fribourg 2002 |
| Darsteller: | Mohamed Majd |
| | Faouzi Bensaïdi |
| | Mohamed Belfquih |
| | Driss Essalah |
(Das Windpferd)
Aoud rih ist die Geschichte der Freundschaft zwischen einem alten und einem
jüngeren Mann. Sie spielt sich im Stil eines Roadmovies ab, und ein
Motorrad mit Seitenwagen ist das Gefährt. Vor dem Hintergrund stumpfer
Alltagsroutine erwachen Poesie und Phantasie zum Leben. Tahar, ein ehemaliger
Schmied, verläßt das Haus seines Sohnes in der kleinen Stadt
Salé, da er das Gefühl hat, nur noch eine Last, ein Ärgernis zu
sein. Er beschließt, nach Azemmour zu fahren, wo er vor seinem Ruhestand
ein erfülltes, aktives Leben geführt hat. Dort will er dem Grab seiner
geliebten Frau einen letzten Besuch abstatten. Diese Reise ist also auch eine
Pilgerfahrt in seine Vergangenheit. Driss, der jüngere Mann,
verlässt das Krankenhaus, ohne zu wissen, ob er geheilt oder unheilbar
krank ist. Seine gesamte Energie wird von einem merkwürdigen Brief
absorbiert, in dem ihm mitgeteilt wird, dass seine Mutter ein letztes Mal
ihre Kinder zu sehen wünscht. Driss wurde jedoch von seinem älteren
Bruder aufgezogen und hatte bisher geglaubt, dass seine Mutter starb, als er
kaum drei Jahre alt war. Tahar und Driss führt die Ähnlichkeit
ihrer Suche zusammen: Beide haben ihren Blick auf einen trügerischen
Horizont geheftet und wollen ihn eher ersehnen als wirklich erreichen.
© trigon-film
Hier finden Sie Hintergrundinformation zum Film
«Aoud rhi».
|
© Verein SüdFILMfest Amstetten
Startseite neu laden
|