- 19:30 Eröffnung und Einführung durch den Obmann des Vereins
SüdFILMfest Gerhard Steinkellner.
- 19:45 Eröffnung des Festes durch die Kulturstadträtin und
Abgeordnete zum Nationalrat Frau Ulrike Königsberger-Ludwig.
- 20:00 Einführung in die Bilderausstellung von
Dang Thong Tuyen (Vietnam)
- 20:30 Asiatisches Büfett
- 21:45 Bei Einbruch der Dunkelheit wird im Schlosshof der
Eröffnungsfilm «Vodka Lemon» aus Armenien open air gezeigt.
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| Land: | Armenien |
| Jahr: | 2003 |
| Regie: | Hiner Saleem |
| Drehbuch: | Hiner Saleem |
| Kamera: | Christophe Pollock |
| Montage: | Dora Mantzorou |
| Musik: | Michel Korb |
| Produktion: | Fabrice Guez |
| Länge: | 88 Minuten |
| Originalsprache: | Kurdisch/armenisch/russisch |
| Untertitel: | d |
| Auszeichnungen: | Filmfestival Venedig 2003: SAN MARCO PREIS |
| Darsteller: | Romik Avinian (Hamo) |
| | Lala Sarkissian (Nina) |
| | Yvan Franek |
| | Rouzanne Mesropian |
| | Zahal Karielachvili |
| | Armen Marouthian |
| | Astrik Avaguian |
(Wodka Lemon)
Ein kleines, überwiegend von Kurden bewohntes armenisches Dorf im
Kaukasus. Hier ist jeder damit beschäftigt, während des harten
Winters irgendwie über die Runden zu kommen. So auch Hamo, ein
rüstiger 60jähriger Witwer. Mit einer Pension von sechs Dollar im
Monat kann er nicht überleben, und so verkauft er nach und nach auf
dem Flohmarkt in der nächsten Stadt die ganze Habe: einen
Hochzeitsschrank, den alten Fernseher, die Militäruniform.
Von seinen Söhnen kann Hamo keine Hilfe erwarten. Der eine lebt in
Frankreich, schickt ab und zu einen Brief, aber kein Geld; der andere
lässt sich täglich mit Wodka Lemon vollaufen. Hamos Enkelin
wiederum hat einen Bräutigam, der bei der Hochzeitsfeier mit
vorgehaltener Pistole zur Erfüllung seiner Eheversprechen genötigt
werden muss.
Trotz allem verliert Hamo seinen Optimismus nicht. Jeden Tag besucht er das
Grab seiner Frau auf dem Friedhof und erzählt ihr, was es so alles Neues
gegeben hat. Und hier begegnet er der schönen Witwe Nina, die ebenso arm
ist wie er selbst, und die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Der örtliche
Busfahrer, der lauthals französische Liebeslieder zu singen versteht,
wird sein Verbündeter ...
Eine wunderbar skurrile Tragikomödie voll lakonischem Witz und
Zärtlichkeit. Mit unverwüstlicher Energie und Lebensfreude stemmen
sich Hamo und Nina, die man beide als Zuschauer sofort ins Herz schließt,
gegen alle Widrigkeiten ihrer Existenz. Regisseur Hiner Saleem stammt aus dem
kurdischen Irak und hat einen Blick für die karge Schönheit der
schneeverwehten Berglandschaft des Kaukasus. Am Schluss gönnt er den
beiden Liebenden ein poetisch-surreales Happyend und bringt ein Klavier zum
Tanzen.
© Kairos
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(Vietnam)
Der Künstler wurde am 6. Nov. 1955 in Nghe An in Vietnam geboren und
absolvierte die Akademie für Design in Hanoi. Daraufhin studierte er
in Saigon Textil– und Modedesign. 1988 kam er nach Europa, um in der
DDR in einer Porzellanmanufaktur zu arbeiten. Seit 1989 lebt er als
freischaffender Künstler in Wien.
© VIDC, vienna institute for development and cooperation
Hier finden Sie noch weitere Informationen zu
Dang Thong Tuyen und seinen Bildern.
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| Land: | Türkei/Schweiz |
| Jahr: | 2003 |
| Regie: | Yusuf Yesilöz |
| Drehbuch: | Yusuf Yesilöz |
| Kamera: | Hansueli Schenkel, Urs Koller, Heydere Hesen |
| Montage: | Dieter Gränicher |
| Ton: | Olivier JeanRichard, Beat Hirschi |
| Produktion: | Yusuf Yesilöz |
| Format: | Digital Beta |
| Länge: | 52 Minuten |
| Originalsprache: | Kurdisch/Türkisch |
| Untertitel: | d |
Hungern gegen Wände (Hungern gegen Wände)
Der Student Cemal Miran schließt sich der demokratischen kurdischen Bewegung
in der Türkei an. Er wird nach dem Militärputsch von 1980 verhaftet
und auf massivste Art gefoltert. Das Militärgericht verurteilt ihn zum
Tode. Gegen die Schikanen im Gefängnis wehrt er sich in einem
vierzigtägigen Hungerstreik, in dessen Folge er ins Koma fällt
– und als behinderter Mensch wieder aufwacht. 1989 wird das Todesurteil
gegen ihn aufgehoben. Er wird freigelassen und flieht 1993 in die Schweiz.
Ein Film über Folter, Hungerstreik und die Verarbeitung danach im Exil.
«Porträt eines von Folter und Hungerstreik gezeichneten Kurden, der
als Flüchtling in der Schweiz lebt. Sachlich im Ton und engagiert in der
Aussage.» Nicole Hess, im Tagesanzeiger, Januar 2004.
«Ein Opfer hat in der Schweiz Flüchtlingsstatus und versucht, in
unserem Land Genesung und Würde zu finden. Ein beeindruckendes
Manifest» Marc Wehrlin, Leiter Sektion Film, Bundesamt für Kultur
(Schweiz), in der Bernerzeitung, Januar 2004.
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| Land: | Iran |
| Jahr: | 2002 |
| Regie: | Hassan Yekpatanah |
| Drehbuch: | Hassan Yekpatanah |
| Kamera: | Ali Loghmani |
| Montage: | Hassan Yekpatanah |
| Ton: | Changiz Sayad |
| Produktion: | Ahmad Moussazahdeh |
| Länge: | 94 Minuten |
| Originalsprache: | Persisch (Farsi) |
| Untertitel: | d/f |
| Auszeichnungen: | Camera d'Or bester Erstling Cannes 2000 |
| Darsteller: | Jalil Nazari (Djomeh) |
| | Mahmoud Bezhraznia (Mahmoud) |
| | Rashid Akbari (Habib) |
| | Mahbobeh Khalili |
| | Ehsan Daryabari |
| | Valiollah Beta |
(Djomeh)
Djomeh, ein junger Mann aus Afghanistan, ist in den benachbarten Iran gezogen,
um dort Arbeit auf einem Bauernhof zu finden. Täglich fährt er
mit der Milch zu den Leuten hinaus. Im nächstgelegenen Dorfladen, der
er mit seinem Fahrrad aufsucht, hat ein ein Auge auf die Tochter des
Ladenbesitzers geworfen. Schüchtern wie Djomeh aber ist, bewusst der
Regeln des Anstands, die hier gelten, traut er sich nicht, das Mädchen
anzusprechen. Dafür deckt er sich bei ihr über alle Masse mit
Esswaren und kleineren Gütern ein, um wenigstens so lange wie
möglich in ihrer Gegenwart zu verweilen.
Die Frage ist: Darf diese Liebe überhaupt sein? In Cannes 2000 wurde
Hassan Yektapanahs Erstling mit guten Gründen mit der Camera d'Or
ausgezeichnet, die jeweils dem überzeugendsten Debüt eines Jahres
verliehen wird. Er betrachtet das Leben fernab der grossen Zivilisationszentren
mit grosser Sanftheit, vermittelt Eindrücke aus einer fernen Welt und mit
einem auch uns nahen Thema: Jenem der Migration und des Fremdseins.
Erstaunlich hier, wie das Fremdsein auch dort, wo Fremde von unseren
Breitengraden herkommen mögen, zum Alltag gehört und wie damit
umgegangen wird.
© trigon-film
Nach dieser Einführung ist man wahrscheinlich geneigt, den Film als
«harmlose» Unterhaltung einzustufen, was vielleicht sogar
stimmt. Man kann das aber durchaus auch anders sehen, wie die
beiden Kommentare aus zwei Schweizer
Zeitungen beweisen.
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| Land: | Nepal |
| Jahr: | 2002 |
| Regie: | Nabin Subba |
| Drehbuch: | Nabin Subba |
| Kamera: | Raju Thapa |
| Montage: | Sameera Jain |
| Musik: | Nhyoo Bajracharya |
| Ausstattung: | Raj Thapa |
| Produktion: | Nabin Subba, Chhabilal Hangshrong, Saraswati Limbu Hangshrong |
| Format: | 35 mm |
| Länge: | 108 Minuten |
| Originalsprache: | Nepali/Limbu bhasa |
| Untertitel: | d/f |
| Auszeichnungen: | Auszeichnungen Vesoul 2003: Publikumspreis |
| Darsteller: | Anupama Subba Numa (Numafung) |
| | Niwahangma Limboo (Lojina) |
| | Prem Subba (Girihang) |
| | Alok Nembang (Ojahang) |
| | Ramesh Singhak (Rikute) |
(Schöne Blume)
Die junge Numafung vom Volke der Limbu wird gegen ihren Willen zwei Mal von
ihrem Vater verheiratet. Die erste Ehe endet nach dem Tode des
verunglückten Mannes. Nach der darauffolgenden Fehlgeburt kehrt sie zu
ihren Eltern zurück. Die Verbindung mit dem gewalttätigen zweiten
Mann findet ein Ende, als Numafung eines Tages ihr Schicksal in die eigene
Hand nimmt und mit dem Mann, in welchen sie sich noch vor der
Wiederverheiratung verliebt hat, flieht. Wie der Brauch der Limbu es
vorschreibt, fordern der Verlassene und seine Familie daraufhin den doppelten
Brautpreis bei Numafungs Familie ein. Um dieser Forderung nachzukommen,
überschreibt Numafungs Vater sein Haus dem Schwiegersohn und ist damit
gezwungen, mit seiner Familie wegzuziehen und fortan die Felder anderer Leute
zu bearbeiten, um überleben zu können. Die Geschichte spielt vor
dem Hintergrund des majestätischen Himalaya abseits der von Bollywood
dominierten Kinolandschaft Nepals.
© LEO Kino Innsbruck
Die schöne Numafung lebt in einem entlegenen Limbu-Bergdorf mit dem
majestätischen Himalaya als unwiderstehlicher Kulisse im Hintergrund.
Ihre Heirat folgt traditionellen Gesetzen, doch bald einmal will sie ihren
eigenen Weg gehen und sich den vorwiegend patriarchalischen Strukturen nicht
einfach unterordnen. Ein liebevoll erzählter, stimmiger Film aus einer
unbekannten, auch vom Tourismus noch nicht erschlossenen Region.
«Numafung» ist der erste nepalesische Spielfilm, der bei uns in
die Kinos gelangt. «Numafung» bedeutet soviel wie
«schöne Blume», der Film basiert auf der Erzählung
«Karobar ki Gharbaar» von Kajiman Kandangwa. Den Hintergrund
bilden das Dorf Nagi im Panchthardistrikt und die spektakuläre Kulisse
von Bergen wie dem Kumbakarna oder dem Mount Jannu, Himalaya eben.
Es gibt sie, die europäischen Produktionen, die in Nepal gedreht wurden
und vom Ruf des Himalayas profitieren wollten, ohne wirklich vor Ort
verwurzelt zu sein. Hier kommt ein Spielfilm zu uns, der nicht nur eine
vollumfänglich eigenständige nepalesische Produktion darstellt,
er entstand darüber hinaus in der Limbu-Bergregion, die weit abgeschieden
von den Trubeln der Welt gelegen ist und von der gebirgigen Landschaft
geprägt. Nabin Subba, der Regisseur und Autor dieser kleinen feinen
Frauenemanzipationsgeschichte, gehört zu den jungen Filmschaffenden
im Land, die versuchen, ein eigenständiges Kino im Schatten des alles
dominierenden indischen Mainstreams zu etablieren. Sein Numafung legt
Zeugnis von der erzählerischen Kraft ab und führt uns vor Augen,
wie beeindruckend auch kleine Geschichten sein können, wenn sie an
ihrem Entstehungsort und in ihrer Kultur verwurzelt sind.
© trigon-film
«NUMAFUNG ist ein Meilenstein in der Geschichte des nepalesischen
Kinos. Er zeigt auf überzeugende Weise, dass auch in einer stark
patriarchalischen Gesellschaft wie der unsrigen Frauen existieren, die
zurückschlagen und kämpfen können.»
The Kathmandu Post
Zum Film Numafung gibt es hier noch eine
ganze Menge zusätzlicher Informationen, auch aus der Heimat des Films,
Nepal.
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| Land: | Türkei |
| Jahr: | 1991 |
| Regie: | Ömer Kavur |
| Drehbuch: | Orhan Pamuk |
| Kamera: | Erdal Kahraman |
| Montage: | Mevlut Kocak |
| Musik: | Cahit Berkay |
| Produktion: | Alfa Film Ltd., Istanbul |
| Format: | 35 mm |
| Länge: | 115 Minuten |
| Originalsprache: | Türkisch |
| Untertitel: | d/f |
| Auszeichnungen: | Preis der Internationalen Kritik (Venedig 1991); Grosser Preis der Festivals (Montreal); Bester Film, bestes Drehbuch, beste Schauspielerin, bester Schauspieler, beste Musik, beste Montage in Antalya; Bester Film, beste Regie in Ankara; Publikumspreis in Fribourg. |
| Darsteller: | Zuhal Olcay (die Frau) |
| | Fikret Kuskan (der Mann) |
| | Rutkay Aziz (der Uhrmacher) |
| | Savas Yurttas (der zweite Uhrmacher) |
| | Sevda Ferdag |
| | Arslan Kacar |
| | Salih Kalyon |
| | Süer Izat |
| | Tunkay Akça |
(Das verborgene Gesicht)
Eine Frau bricht in zwei Tagen mit dem, was zwanzig Jahre lang ihr Lebensraum
war: Sie hat jenes geheimnisvolle Gesicht gefunden, das sie so lange gesucht
hat, jenen melancholischen Mann, dessen Bild bisher nur in ihrem Inneren
gelebt hat. Mit ihm, einem Uhrmacher, der von der verborgenen Magie der Zeit
weiß verschwindet sie spurlos in eine andere, unbekannte Welt.
Das Gesicht des Mannes hatte sie unter tausenden von Bildern eines jungen
Fotografen entdeckt. Dieser macht sich nun seinerseits auf die Suche nach der
geheimnisvollen Frau. Wie im mittelalterlichen mystischen Buch des großen
persischen Sufidichters Fariduddin Attar, «Vogelgespräche»,
dem Ausgangspunkt zu diesem modernen orientalischen Märchen, bilden
Liebe, Sehnsucht und Trennungsschmerz die Kraft, die alles antreibt und
bestimmt. Die Suche führt den Mann von Ort zu Ort, von der «Stadt
der Toten» bis zur «Stadt der Herzen». Im phantastischen
Labyrinth zwischen Tag und Nacht, Traum und Wirklichkeit erfährt er
schließlich, dass seine verzweifelte Liebe über die unfassbare Frau
hinausgeht und den Weg zu sich selbst, zu seiner inneren Befreiung erhellt.
Ömer Kavur verbindet alte Erzählkunst mit moderner Fantastik zu einem
meditativen Gedicht des Sufismus, das einen weit davonträgt. Der
wunderschöne, mit über 15 internationalen Preisen ausgezeichnete Film
führt uns hin zu bedrohten spirituellen Werten, zur Fähigkeit sich
Zeit zu nehmen, zu erzählen, zu leben und zu sein. Es ist dies auch ein
Film über die Einzigartigkeit des einzelnen, der Teil ist des
unergründlichen Ganzen, mit dem er verschmilzt.
© trigon-film
Gizli Yüz beruht auf der Zusammenarbeit zweier begnadeter Künstler.
Das Drehbuch baut auf einer Idee von Orhan Pamuk auf, einem damals jungen
Romanschriftsteller, der zunächst in literarischen Kreisen bekannt wurde,
bevor er in den neunziger Jahren internationalen Ruhm gewann. Die enge
Zusammenarbeit zwischen einem Filmemacher und einem Schriftsteller, die jeder
in seinem Bereich an der Spitze stehen, ist an sich ein seltenes und positives
Ereignis, auf dessen Bedeutung Ömer Kavur in einem Gespräch hinwies:
«Junge Romanschriftsteller wie Orhan Pamuk können dem
türkischen Film neues Leben geben. Meiner Meinung nach ist es für
uns Filmemacher äußerst wichtig, mit Literaten zu sprechen und
zusammen zu arbeiten.»
Noch ein paar Worte zum Film Gizli yüz
zum Regisseur und zum Sufismus im Besonderen.
Eine ganz allgemeine Erklärung was Sufismus ist findet sich in der
Wikipedia,
der freien Enzyklopädie im Internet.
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Begegnungen mit unseren ausländischen Freunden
Wie jedes Jahr wollen wir auch dieses SüdFILMfest zum Anlass nehmen
Die Erfahrung zeigt, dass das SüdFILMfest immer wieder die ideale
Atmosphäre bietet, um zwischen den Filmvorführungen bei guter
Musik und ungezwungener Stimmung Menschen die oft von weit her gekommen
sind und jetzt unter uns leben und arbeiten, kennen zu lernen. Normalerweise
fallen sie uns ja kaum auf und das hängt vielleicht damit zusammen,
dass es ihnen hier – allen kulturellen Unterschieden zum Trotz –
genau so oder so ähnlich geht wie dem Jungen Djomeh aus Afghanistan
im Iran im gleichnamigen Film am Freitag den 5. Aug. um 18 Uhr. Nein?
Das können sie sich so nicht vorstellen? Finden Sie es selbst heraus!
Denn, so sagt der Filmkritiker Dr. Markus Vorauer aus Linz: kein Film ist
so spannend wie das Leben selbst. Lassen Sie sich das nicht entgehen!
| Mandana Alavi Kia: |
Gesang, Tanz und Erzählungen
Geboren 1962 in Teheran/Iran als Tochter einer deutschen Mutter und eines
persischen Vaters. Ihre persische Familie stammt vom bekannten
Sufimeister Mir Seyd Ali Alavi, dem Schah von Hamadan ab.
Seit dem fünften Lebensjahr beschäftigt sie sich mit persischem
Volkstanz, Ballett, Gesang und Malerei. Ihre Ausbildung umfasst
verschiedenste Tanz- und Gesangsstile.
Sie lebt seit 16 Jahren mit ihren zwei Töchtern in Wien und tritt
als Performance Künstlerin mit verschiedensten Interpreten auf.
Mitwirkung bei dem Buch: «Stimme, Spiegel meines Selbst»
(Romeo Alavi Kia).
Homepage: Mandana Alavi Kia |
| Ala Salahiyan: |
Tonbak (auch Zarb, die persische Bechertrommel, siehe
Wikipedia),
Gesang und Tanz.
Geboren im iranischen Teil von Kurdistan, lebt er nun in Wien und ist
als Sänger in diversen Ensembles im In- und Ausland tätig. |
| Nariman Hodjaty: |
Taar und Setar (persische Langhalslaute,
siehe Wikipedia)
Geboren 1959 im Norden Irans. Studium der Architektur und Grafik an der
Teheraner Kunstakademie, Musikstudium am Institut für traditionelle
persische Musik. Lebt seit 1986 als Musiker, Musiklehrer und Autor in
Österreich. |
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| Abbas Masud Hayat Khayyati: |
Santur (persisches Hackbrett, siehe
Wikipedia).
Masud ist in Amstetten bekannt durch das legendäre Lokal
«Sindbad» und hat jetzt ein Lokal am Hauptplatz.
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| Georg Edlinger: |
Darabuka, sorgt für die österreichische Komponente im iranischen
Ensemble. |
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| Land: | Japan |
| Jahr: | 2003 |
| Regie: | Satoshi Kon |
| Drehbuch: | Keiko Nobumoto, Satoshi Kon, Shogo Furuya |
| Kamera: | Katsutoshi Sugai |
| Montage: | Takeshi Semaya |
| Ton: | Masafumi Mima |
| Musik: | Keiichi Suzuki |
| Ausstattung: | Nobutaka Ike |
| Kostüme: | Character design: Kenichi Konishi |
| Produktion: | Madhouse Tokyo |
| Länge: | 90 Minuten |
| Originalsprache: | Japanisch |
| Untertitel: | d/f |
| Auszeichnungen: | Festival du film fantastique de Neuchâtel, 2004: Prix du public et Prix de la section "Nouveau cinéma asiatique". |
(Tokyo Godfathers)
Da ist er, der Animationsfilm, der alle begeistert: Unterhaltsam, Augen
öffnend und erfrischend japanisch! Ausgerechnet am Weihnachtsabend
findet das Obdachlosen-Trio Gin, Hana und Miyuki mitten in einer Tokyoter
Müllhalde ein Baby. Das denkwürdige Gespann – ein
vermeintlicher Ex-Radrennfahrer, eine alternde Drag–Queen und eine
junge Ausreißerin auf die Suche nach den Eltern des Kindes. Bald
deutet alles darauf hin, dass man wohl in den besseren Gegenden der
Millionenmetropole fündig werden könnte. Damit nimmt eine
energiegeladene Odyssee mit bizarren Abenteuern und seltsamsten Wendungen
ihren ebenso wundersamen wie irren Lauf.
Tokyo Godfathers ist eine umwerfende Liebeserklärung an Tokyo mit
liebevollen Querverweisen auf Frank Capra, Charlie Chaplin und John Ford.
Die erzählerische Perfektion dieser Weihnachtsgeschichte der etwas
anderen Art entfaltet sich vor einer der beeindruckendsten animierten
Stadtlandschaften, die je im Kino zu sehen waren. Ein filmisches Feuerwerk,
das den letzten Animationsmuffel zu überzeugen vermag und nicht umsonst
an allen Festivals zum Publikumsliebling wurde. Das ist ein Kinoerlebnis
der besonderen Art, weil uns über die dynamisch gezeichnete Handlung
Wesentliches einer ganzen Kultur vermittelt wird und dies erst noch ungemein
unterhaltsam.
Nur ja nicht verpassen!
Anime in Japan
Gewisse statistische Absonderlichkeiten sind so aussagekräftig, dass
man nicht umhin kommt, sie zu kolportieren: Beispielsweise ist Japan das
einzige Land, das mehr Papier für Comics (Mangas) als für
Bücher und Klopapier verbraucht. Die überaus populären
Bildergeschichten dienen auch als Vorlage für Trickfilme (Animes).
Seit ihren Anfängen in den 50er-Jahren wuchs die Anime-Branche stark
an und zählt heute zu den wichtigsten Zweigen der fernöstlichen
Unterhaltungsindustrie; ihre Konstitution ist einzigartig: Die Filme richten
sich vorwiegend an Erwachsene.
© trigon-film
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© Verein SüdFILMfest Amstetten
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