Das SüdFILMfest 2006
im Rückblick

Schöner wie dieses Jahr kann man sich das Wetter für ein SüdFILMfest wohl gar nicht vorstellen. Das ist für eine Open-Air-Veranstaltung wie das SüdFILMfest natürlich Voraussetzung für einen Erfolg. Und so kam es dann auch ...


Eröffnung durch den Obmann des Vereins SüdFILMfests Gerhard Steinkellner,

durch die Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig

und durch Nkechi Uroko.

Die Programmgestalter beim SüdFILMfest: Helmut Groschup, Argyro Kartsonaki und Gerhard Steinkellner.

Und die Gäste Ulrike Königsberger-Ludwig mit dem Leiter des internationalen Filmfestivals in Innsbruck Helmut Groschup und dem Regisseur des Films „Namibia Crossing”, Peter Liechti.

„Alle Kinder dieser Welt” begrüßen die Besucher des

SüdFILMfests in ihrer „Muttersprache”,

zeigen verschiedene Spiele und

Tänze aus Afrika. Das ist gar nicht so einfach aber die Mädchen haben lange geübt und nun sieht man sie konzentriert bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt.

Die Buben sind als Musiker beschäftigt und Nkechi gibt den Rythmus vor. Wenn man sie bei der Arbeit mit Kindern

sieht, dann kann man in etwa erahnen welch hohen Stellenwert Kinder in afrikanischen Kulturen haben.

Nkechi hat nicht nur eine glückliche Hand für Kinder sondern ist auch eine begnadetet Köchin. Der Ansturm auf das von ihr zubereitete Buffet war jedenfalls enorm. Es gab exotische Speisen in großer Auswahl deren Duft die Besucher scharenweise anlockte.

Um die Kochtöpfe herum herrschte großes Gedränge, denn wo sonst gibt es noch traditionell zubereitete afrikanische Speisen die von der anwesenden Köchin geduldig immer wieder erklärt werden und von der man auch viele Kochtipps bekommt?

Dr. Helmut Groschup stellt seine Austellung von Plakaten zu bekannten

Filmen großer afrikanischer Regisseure vor. Und da ist einiges dabei, was im Rahmen des SüdFILMfestes auch in Amstetten schon zu sehen war ...

Zur Einstimmung auf den Eröffnungsfilm „Namibia Crossing” erzählt der Regisseur Peter Liechti wie es zu dem Film kam, welche Ideen er dazu hatte, welche Probleme ihn auf dem Wege

der Realisierung begleiteten und warum der Film schlussendlich die Dokumentation des Scheiterns eines multikulturellen Vorhabens ist und es aber doch nicht ist. Der Schlosshof ist jedenfalls voll mit so vielen Besuchern wie selten zuvor!

Marianne Furtner eröffnet das „Fest für Freunde”.

Zu Gast ist dieses Jahr Mamadou Diabate und seine Gruppe

„Percussion Mania” mit Karim und Lois Sanou.

„Afrika tanzt”. Doch die Perspektive trügt: auch Österreicher tanzen mit!

Nkechi zeigt wie's geht.

und ALLE machen mit.

Mit dem Abschlussfilm „Ouaga Saga” endet auch das

SüdFILMfest 2006 mit einem ziemlich vollen Schlosshof in Ulmerfeld.


Pressespiegel


Afrika-Schwerpunkt beim Südfilmfest

AMSTETTEN. Das Südfilmfest Amstetten ist mittlerweile zur Institution geworden. Nicht nur Kinofreunde der Region kommen regelmäßig zum Südfilmfest, auch Leute aus ganz Österreich reisen eigens an.
Eröffnung am 20. Juli
Bereits die Eröffnungsveranstal-tung im Schloss Ulmerfeld verspricht ein ganz toller Event zu werden. Uroko Nkechi - sie stammt aus Nigeria - wird mit einer afrikanischösterreichi-schen Kindergruppe Musik und Tänz präsentieren. Als begleitende Ausstellung werden Plakate von Filmen gezeigt, die die Filmschaffenden von Afrika nachhaltig geprägt haben. Durch die Ausstellung führt Dr. Helmut Groschup.
Nach einem typisch afrikanischen Essen - zubereitet von Afri-kanern, die in unserer Region leben - kommt der cineastische Höhepunkt des Abends: der Film „Namibia Crossing”, präsentiert von Regisseur Peter Liechti. Der Film wird im Freien vorgeführt.

Kulturstadträtin Königsberger-Ludwig, Uroko Nkechi und das Team des SüdFILMfestes

Das Team des Südfilmfestes Amstetten hat ein niveauvolles Programm zusammen gestellt. Foto: Norbert Mottas

Ganz neue Einblicke in ferne Kulturen

AMSTETTEN Das Südfilmfest zeigt dass Afrika ein Kontinent mit tausenden Facetten ist. Demgemäß wurden auch Filme ausgesucht, die aus unter- schiedlichen Ländern Afrikas

kommen und damit Einblicke in die jewegen Kulturen bieten. Europäer assoziieren Afrika in erster Linie mit Musik. Dieser wichtige Teil kommt beim Fest für Freunde zum Tragen, wenn

der aus Burkina Faso stammende Mamadou Diabate, Louis Sanou und Karim Sanou auftreten und auf Balafon, Djembe, Lunga, Ngoni, Baara und Dundun spielen werden.

Donnerstag, 20. Juli
19.30 Uhr; Eröffnung
20.00 Uhr: Musik- und Tanz-aufführung: Uroko Nkechi mit einer afri-kanisch/österreichischen Kinderspielgruppe
20.30 Uhr: Buffet mit afrikanischen Speisen von Afrikanern zubereitet
21.00 Uhr: „Namibia Crossing”

Freitag, 21. Juli
16.00 Uhr „La petite vendeuse des soleil” (Senegal)
18.00 Uhr: „Guel-waar” (Senegal)
21.30 Uhr: „L'enfant endormi” (Marokko)

Samstag, 22. Juli
16.30 Uhr: „Guerre sans images (Algerien)
18.30 Uhr: Das Fest für freunde VII mit Musik aus Afrika: Mamadou Diabate, Louis Sanou und Karim Sanou
21.30 Uhr: „Ouaga Saga” (Burkina Faso)

Schloss Ulmerfeld

Szenenausschnitt aus dem Film „L'enfant endormi” (Das schlafende Kind). Foto: trigon-film/L'enfant endormi

© Norbert Mottas, Tips, 27. Woche, Seite 30


58      NÖN WOCHE 27/2006



KULTUR

 

SÜDFILM-FEST 2006
• Schwerpunkt: „Afrika”.
• Datum: 20.- 22. Juli.
• Ort: Schlosshof Ulmerfeld.
• Donnerstag, 20. Juli:
19.30 Uhr: Eröffnung.
21.30 Uhr: „Namibia Crossing”.
• Freitag, 21. Juli:
16 Uhr: „La petite vendeuse de soleil” - „Die kleine Verkäuferin der Sonne”.
18 Uhr: „Guelwaar”.
21.30 Uhr: „L'enfant endormi”.
• Samstag, 22. Juli:
16.30 Uhr: „Guerre sans images”
18.30 Uhr: Das Fest für Freunde VII mit Musik aus Afrika.
21.30 Uhr: „Ouaga Saga”

Alle Filme in Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Der Eintritt zum Eröffnungsfilm „Namibia Crossing„ inklusive afrikanischem Eröffnungsbüfett beträgt 10 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Jugendliche. Der Eintritt für die beiden anderen Open Air Filme am Freitag und am Samstag beträgt 8 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Jugendliche. Für alle Filme im Saal sowie für die Ausstellung der Plakate zu afrikanischen Kinofilmen bittet der Verein Südfilmfest um freiwillige Spenden.

KONTAKTE KNÜPFEN / Einen Beitrag zur Verständigung mit anderen Völkern bietet das von Gerhard Steinkellner organisierte Südfilmfest. Schwerpunkt '06: Afrika.

Eine Brücke nach Afrika

VON GERHARD SENGSTSCHMID

AMSTETTEN / „Das Südfilmfest versteht sich als Fest für alle Sin-ne wo man Filmjuwelen aus den Ländern des Südens wie Afrika, Asien oder Lateinamerika ge-meinsam mit Musik und kuli-narischen Leckerbissen genießen kann.” Wenn man dem Vereins-obmann des Südfilmfests, Ger-hard Steinkellner, zuhört, be-kommt man das Gefühl, dass dieser Mostviertler Cineast „sei-ne” Filme liebt wie ein eigenes Kind. Dies mag wohl der primäre Antrieb sein, um bereits seit 16 Jahren dem Amstettner Publikum Filme abseits des Mainstreams schmackhaft zu machen. Auch heuer gibt es - zum sechsten Mal

im Schloss Ulmerfeld - das Südfilmfest. Diesmal legen Steinkellner und sein Team den Schwerpunkt auf den Kontinent Afrika.

Open-Air-Kino im kultigen Ulmerfelder Schlosshof

Zu sehen sind Filme, deren In-halte von kritisch bis unterhalt-sam reichen. Die Abendfilme werden bei schönem Wetter als Open-Air-Veranstaltung im stil-vollen Ambiente des Schlossho-fes zu Ulmerfeld gezeigt. Eben dort finden auch die Begleitver-anstaltungen, wie das „Fest für Freunde”, statt. Marianne Furt-ner und Georg Edlinger zeichnen

dafür verantwortlich und bieten dem Publikum mit Mamadou Diabate aus Burkina Faso Einbli-cke in die afrikanische Musik. Im Rahmen des Eröffnungsabends des Südfilmfests am 20. Juli gibt es neben kulinarischen Spezi-alitäten vom schwarzen Kontinent auch eine Musik- und Tanzauf-führung einer afrikanisch/öster-reichischen Kinderspielgruppe unter der Leitung der in Amstet-ten lebenden und aus Nigeria stammenden Nkechi Uroko. Ga-rantiert ein Fest das - wie es Kul-turstadträtin Ulrike Königsber-ger-Ludwig formulierte - „Begeg-nung schaffen soll zwischen Uramstettnen und zugezogenen Amstettnern.”

Georg Edlinger (li.) und Marianne Furtner (re.) zeichnen für das „Fest für Freunde” verant-wortlich. Der Obmann des Vereins Südfilmfest Gerhard Steinkellner (2.v.re.), organisiert das dreitägige Event und zeichnet für den cince-astischen Teil verant-wortlich. Nkechi Uroko (2.v.li.) wird mit ihrer afrikanisch-österrei-chischen Kinderspiel- und Tanzgruppe am 2. Juli auftreten.
FOTO: SENGSTSCHMID

© Gerhard Sengstschmid, NÖNWoche 27, Seite 58


Das Südfilmfest Amstetten & Fest für Freunde, findet heuer vom 20. bis 22. Juli statt. Schwerpunkt ist heuer Afrika.

Donnerstag, 20. Juli

Eröffnung um 19.30 Uhr durch den , Obmann des Vereins SüdFILMfest Gerhard Steinkellner. Anschließend Musik- und Tanzvorführung einer afrikanischen Kinderspielgruppe, Ausstellung von Filmplakaten zu afrikanischen Filmen von Dr. Helmut Groschup. Ab 20.30 Uhr laden in unserer Region lebende Afrikaner die Besucher zu einem typisch afrikanischen Essen ein. Bei Einbruch der Dunkelheit stellt der Regisseur Peter Liechti seinen Film „Namibia Crossing” vor, der im Anschluss vorgeführt wird.

Freitag, 21. Juli:

16 Uhr: Der berührende Film eines Straßenmädchens „La petite vendeuse de soleil” (Die kleine Verkäuferin der Sonne).
18 Uhr: Guelwaar. Ein ebenso poetischer wie kritischer Film, der die Abhängigkeit von Nothilfe hinterfragt und die gesellschaftli-

Berührende Filme beim Südfilmfest


Das Südfilmfrest und das „Fest für Freunde” ist
ist heuer dem „schwarzen Kontinent” gewidmet    
FOTO: zVg

gendwo Arbeit zu suchen. Wann er wiederkehren wird, ist unklar. Auf den Mann wartend macht die junge schwangere Frau, was in ihrer Heimat einer alten Tradition entspricht: Sie lässt das ungeborene Kind in ihrem Körper schlafen in der Hoffnung, dass der Vater eines Tages wieder kommen möge und sie dann gemeinsam das Kind zur Welt bringen können. Was ungewohnt scheinen mag, entspricht im Maghreb einem alten Brauch.

vermissen würden. Es ist ein Kennenlernen fremder Kulturen. Das Team um Marianne Furtner und Georg Edlinger haben Mamadou Diabate aus Burkina Faso und seine Gruppe Percus-sion Mania ausgesucht, die für die Besucher den musikalischen Rahmen des Festes gestalten werden.
21.30 Ouaga Saga: Kunterbunter Film im besten Sinn. In der Hauptstadt eines afrikanischen Landes namens Burkina Faso versucht eine Bande von Jugendlichen zu überleben und zu blühen angesichts der 1001 Versuchungen. Das Geld fehlt, nicht aber der Ideenreichtum.
Alle Filme in Originalsprache mit deutschen Untertiteln.
Eintritt zum Eröffnungsfilm in-klusive afrikanischem Eröffnungs-bufett € 10,- für Erwachsene und € 8,- für Jugendliche. Der Eintritt für die beiden anderen Open-Air Filme am Freitag und am Samstag beträgt € 8,- für Erwachsene, € 6,- für Jugendliche.

chen, politischen und religiösen Konflikte des Senegals pointiert darstellt.
21.30 Uhr: L'enfant endormi.
Im Nordosten Marokkos erlebt die hübsche Zeinab ihr Hochzeitsfest und muss zusehen, wie der Ehemann am Tag danach ins Ausland abreist, um in Europa ir-

22. Juli 16.30 Uhr: Guerre sans images Ein faszinierendes Porträt von Algerien auf der Suche nach seiner Identität.. 18.30 Uhr: Fest für Freunde VII mit Musik aus Afrika. Das Fest für Freunde ist fixer Bestandteil des SüdFILMfestes, dass viele der regelmäßigen Filmbesucher es

Kartenverkauf
Karten für alle Veranstaltungen gibt es im Kultur- und Tourismusbüro im Rathaushof Amstetten, Tel. 07472/601-456, Fax 601-455, www.amstetten.at.; kulturamt@amstetten.at

© Unser Amstetten, 3. Juli 2006, Seite 21


Nr. 182, 18. Juli 2006

KULTUR

Mostviertel-Basar 71


SüdFlLMfest 2006

stellt, die das Filmschaffen in Afrika am nachhaltigsten geprägt haben. Danach laden in unserer Region lebende Afrikaner die BesucherInnen zu einem typisch afrikanischen Essen ein. Und bei Einbruch der Dunkelheit stellt der Regisseur Peter Liechti seinen Film „Namibia Crossing” vor, der im Anschluss openair vorgeführt wird.

Am Freitag, den 21. Juli geht's um 16 Uhr mit dem Jugendfilm „La petite vendeuse de soeil” los. Ab 18 Uhr wird mit „Guelwaar” das Festival fortgesetzt und ab 21.30 Uhr läuft „L'enfant endormi”.

Am Samstag zeigt man um 16.30 Uhr „Guerre sans images” und um 18.30 Uhr steigt das „Fest für Freunde”. Da hat man dann ausgiebig Zeit, einander kennenzulernen und sich auszutauschen. Dieses Jahr haben Marianne Furtner und Georg Edlinger Mamadou Diabate aus Burkino Faso und seine Gruppe Percussion Mania ausgesucht, die für die SüdFILMfest-Gäste den musikalischen Rahmen der Feier gestalten werden. Im Anschluss daran wird der Film „Ouaga Saga” gezeigt.

→SüdFILMfest 2006: Doris Schleifer-Höderl vereine.amstetten.at/suedfilmfest

In Schloss Ulmerfeld regiert von 20. bis 22. Juli Afrika

Bereits zum 16. Mal und zum 6. Mal auf Schloss Ulmerfeld findet das weit über die Grenzen des Mostviertels hinaus bekannte Amstettner SüdFILMfest statt. Das Festival versteht sich als Fest für alle Sinne, wo man Filmjuwelen aus den Ländern des Südens gemeinsam mit Musik und kulinarischen Leckerbissen genießen kann. Heuer bildet Afrika den Schwerpunkt.

Der Bogen der gezeigten Filme reicht von kritisch bis unterhaltsam und will jugendliche und Filmbegeisterte ebenso ansprechen wie experimentierfreudige Musikliebhaber. Obmann und Organisator Gerhard Steinkellner hat sich mit seinem engagierten Team wieder so einiges einfallen lassen, um auch das diesjährige SüdFILMfest zu einem Erlebnis für alle Interessierten zu machen. Die Abendfilme werden als Freiluftaufführung im beeindruckenden Ambiente des Schlosses Ulmerfeld gezeigt, das auch den Rahmen für alle Begleitveranstaltungen wie etwa dem „Fest für Freunde” mit Musik aus Burkina Faso bietet.

Andere Länder, gleiche Menschen

Durchschnittlich besuchen 400 bis 450 Gäste dieses einzigartige Filmfestival, das nur noch in Innsbruck in ähnlicher Art durchgeführt wird. Amstettens Kulturstadträtin NR Ulrike Königsberger-Ludwig: „Der Grundgedanke dahinter ist simpel: Wir möchten Einheimische und Zugezogene zusammen-bringen, Begegnung und Verständnis schaffen. Ängste und Vorurteile sollen abgebaut und Kontakt geschaffen werden. Und dies ist uns in den letzten Jahren bereits gut gelungen.” Freundschaften sind entstanden und viele treffen sich nicht nur beim SüdFILMfest, sondern auch während des Jahres.

So auch Nkechi Uroko aus Nigeria, die bei der Eröffnung des heurigen SüdFILMfestes die BesucherInnen mit ihrer afrikanisch/ österreichischen Kindergruppe mit einer besonderen Musik- und Tanzaufführung begeistern wird: „Den Kids macht es ungemein Spaß, miteinander zu spielen und zu lernen. Sie gehen völlig unvoreingenommen miteinander um. Sie stammen zwar aus anderen Ländern, sind aber gleiche Menschen. Wir Erwachsene könnten da viel von den Kleinen lernen!„ Das SüdFILMfest wäre eine prima Gelegenheit dazu...

Tolles Programm

Los geht es am 20. Juli um 19.30 Uhr mit der Eröffnung. Da wird auch die Filmplakatausstellung von Dr. Helmut Groschup zum ersten Mal öffentlich präsentiert. Anhand von rund 70 Plakaten werden jene Regisseure vorge-

© Doris Schleifer-Höderl, Mostviertel-Basar, Nr. 182, Seite 71


Donnerstag, 20. Juli 2006

Lebenslust auf dem schwarzen Kontinent: Eine Gang schummelt sich mit viel Witz durch die Hauptstadt in Burkina Faso. Foto: Trigon-Film

Südfilmfestival: Afrikas Kinohelden sind keine Kinder von Traurigkeit

AMSTETTEN. Beim Südfilmfestival, das heute Abend im Schloss Ulmerfeld beginnt, zeigt die Kompassnadel nach Afrika. Meisterwerke der besten Regisseure des schwarzen Kontinents flimmern bis Samstag über die Leinwand.
VON HANNES FEHRINGER
Gerhard Steinkellner, Obmann des Festivalvereines, hat sich die Worte für die Eröffnung heute um 19.30 Uhr im Schlosshof schon zurechtgelegt. „Eine Kultur, die sich nicht mit anderen austauscht, ist tot", wendet er sich gegen Fremdenangst und Ausländerfeindlichkeit. Zuwanderer, die im Mostviertel Fuß gefasst ha-

ben, machen auch mit vollen Töpfen Appetit auf Afrika. Bei einem Büffet werden Schmankerl aus ihren Herkunftsländern auf die Teller gelöffelt - die Vorspeise für drei Tage lang Filmkunst fernab der

Blockhuster der amerikanisch geprägten Unterhaltungsmaschinerie. Die Streifen sind wie der Gruß aus der afrikanischen Küche zum Fesitvalbeginn: Keine zähen und schwer verdaulichen

Problemwälzer, aber doch mit Pfeffer der Gesellschaftskritik gewürzt. Steinkellner: „Natürlich kommt auch die Gerechtigkeitsfrage zwischen Arm und Reich auf der Welt aufs Tapet, aber wir zeigen Afrika nicht als einen Elendskontinent, sondern mit der Kultur- und Lebensfreude der Menschen„ (Programmtipps im Kasten).
Filme kommen vom größten afrikanischen Festival Fespaco in Burkino Faso direkt nach Amstetten, wenn es deutsche Untertitel gibt. Samstagabend füllen afrikanische Trommler die Kinopausen, zudem werden im Schloss 50 afrikanische Filmplakate in einer Ausstellung gezeigt.

STICHWORT

Einblicke in afrikanische (Über)lebenskunst

Heute, 21.30 Uhr: Namibia Crossing - Roadmovie einer Band; Freitag, 16 Uhr: In La petite vendeuse de soleil setzt sich ein Straßenmädchen als Zeitungsjunge durch; 18 Uhr: Zwei vertauschte Leichen beim Begräbnis sind der Ausgangs

punkt, bis das Leben des Kämpfers gegen den korrupten Staat Guelwaar aufgerollt ist. 21.30 Uhr: L'enfant dormi über das Schicksal der Frauen der Auswanderer; Samstag, 21.30 Uhr: Ouaga Saga -eine Gang im afrikanischen Stadtdschungel.

© Hannes Fehringer, OÖ Nachrichten, , 20.Juli 2006, Seite X


SüdFlLMfest mit Schwerpunkt Afrika

ULMERFELD. Drei Tage lang war das Schloss Schau-platz des SüdFILMfestes.
Das Filmfestival im Schloss Ulmerfeld versteht sich als Fest für alle Sinne. Bereits bei der Eröffnungsfeier konnte das Publikum nicht nur Peter Liechtis Film „Namibia Crossing” sehen, sondern es wurde auch für rhythmische Tanzeinlagen und ein afrikanisches Buffet gesorgt. Weiters stellte Dr. Helmut Groschup zahlreiche afrikanische sche Filmplakate aus, um zu demonstrieren, wie in Afrika Filmwerbung gestaltet wird. Pulsierendes Afrika
Auch an den folgenden beiden Tagen stand Afrika im Mittelpunkt der Filmvorführungen. Die Bandbreite reichte dabei von kritischen Filmen wie „L'enfant endormi” bis zu komischen Filmen wie „Ouaga Saga”. Das dreitägige SüdFlLMfest wurde mit dem „Fest für Freunde” mit „Percussion Manie” unter der Leitung von Mamadou Diabate aus Burkina Faso beendet.

Die Kinderspiel- und Tanzgruppe von Nkechi Uroko gestaltete die Eröffnung des Filmfestivals. Fotos: M. Kneil

© M. Kneil, Tips, 30. Woche, Seite 3




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