Das Der Verein SüdFILMfest 2010
Filmbeschreibungen


Fest der Vielfalt

17:00 Das „Fest der Vielfalt” wird in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen veranstaltet, denen die Vielfalt der österreichischen Kultur ein Anliegen ist.
  • Begrüßung durch den Obmann Gerhard Steinkellner.
  • Eröffnung durch die Kulturstadträtin Abg. z. NR. Ulrike Königsberger-Ludwig.
  • Musik mit der Band „Fair und Sensibel” (Polizei und AfrikanerInnen).
  • Zwischendurch türkische, tschetschenische, afrikanische und österreichische Tänze.
  • Multikulturelle Speisen (freiwillige Spenden).
21:00 Bei Einbruch der Dunkelheit wird der Eröffnungsfilm „Qué tan lejos” am Hauptplatz vorgeführt.
In diesem Film geht es in unterhaltsamer Weise um das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, um das Fremdsein im eigenen Land, um das Unterschiedliche und um das Gemeinsame und um die Reise die man, teils freiwillig, teils auch nicht, gemeinsamen bewältigen muss.
Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Pfarrsaal der Pfarre St. Stephan statt.

Que tan lejos (Wie weit noch)
Land: Equador
Jahr: 2006
Regie: Tania Hermida
Drehbuch: Tania Hermida
Kamera: Armando Salarzar
Montage: Iván Mora Manzano
Ton: Juan José Luzuriaga
Musik: Nelson Garciá
Produktion: Tania Hermida, Gervasio Iglesias Mary Palacios
Format: 35mm/1:1,85/Farbe
Länge: 92 Minuten
Sprache: Spanisch
Untertitel: d/f
Darsteller:  
Teresa Cecilia Vallejo
Esperanza Tania Martinez
Jesus Pancho Aguierre
Andrées Fausto Miño
  Joée Alvear
  Elena Torres

Qué tan lejos

(Wie weit noch)

Ecuador und die Anden bilden das wunderbare Dekor für dieses Roadmovie, in dem zwei junge Frauen unterwegs sind nach Cuenca, der friedlichen Gartenstadt im Süden. Esperanza kommt aus Spanien und reist durch Ecuador auf der Suche nach Entdeckungen und auf den touristisch empfohlenen Spuren. Teresa studiert in Quito, der Hauptstadt Ecuadors. Sie macht sich auf den Weg, ihren Geliebten in Cuenca daran zu hindern, eine andere Frau zu heiraten. Unterwegs lernen die beiden, die der Zufall im Bus zusammenbringt, einander und zwei sehr unterschiedliche Männer kennen. Sie durchqueren die halluzinierende Bergwelt Ecuadors und fahren an die Küste, weil ein Streik den Verkehr lahmgelegt hat. Qué tan lejos ist ein ausgesprochen anregender Film über das Reisen, das Unterwegssein und über Begegnungen zwischen Menschen. Ein Vergnügen für Reisefreudige.

Vom schönen Reiz des Reisens.
Qué tan lejos ist eine ecuadorianische Redewendung um auszudrücken: Wie weit noch. Das Ecuadorianische und das Spanische sind zwei der Motive, die sich durch den Film von Tania Hermida ziehen in Gestalt von zwei Frauen unterschiedlicher Herkunft. Die eine kommt aus Europa nach Lateinamerika und will hier mit dem «Lonely Planet» im Rucksack eine andere Welt entdecken. Die andere lebt hier und mag es nicht, wenn man ihr Land nur in jenen Klischees betrachtet, die die Reisebücher verbreiten. Die beiden sprechen die gleiche Sprache, aber schon in ihrer Art der Aussprache ist selbst für jene, die nicht Spanisch sprechen, der Unterschied erkennbar. Über die Wahrnehmung der Unterschiede und übers Akzeptieren, dass es sie gibt, kommen sie sich im Verlauf ihrer Reise näher und kommen sie gemeinsam weiter.

Tania Hermida hat bereits mehrere Kurzfilme gedreht und war als engagierte Kulturschaffende 2008 in jenem Rat beschäftigt, der Ecuador eine neue Verfassung gibt. Sie hat mit Qué tan lejos den erfolgreichsten Film in ihrer Heimat gedreht. Die Filmerin lässt uns darin sinnieren über das, was wir so treiben, wenn wir unterwegs sind. Ihr Film strahlt bei aller Unaufgeregtheit eine wohltuende Natürlichkeit aus, bis in die kleinsten Details hinein. Einzigartig, wie sie die Orte und die Landschaften zeigt, frei für ihre Figuren, natürlich und künstlich in einem, außen und innen. Nicht nur Ecuador ist eine Reise wert, der Film ist es auch. Tania Hermida führt uns nicht zuletzt vor Augen, dass sich ein Land am besten neben den Postkartenbildern entdecken lässt, durch Wachheit auf das, was sich einem zeigen kann. Sie plädiert für ein Reisen, das offen ist für die kleinen Zeichen des Alltags. Die finden sich ganz einfach – und einfach überall.

© Walter Ruggle, trigon-film

Mehr zu diesem Film finden Sie im trigon-film Magazin Nr. 42.


Flucht aus Afrika (Is Europe an Option)
Land: Österreich
Jahr: 2009
Regie: Johanna Tschautscher
Drehbuch: Johanna Tschautscher, Dominik Spritzendorfer
Kamera: Johanna Tschautscher
Montage: Johanna Tschautscher, Bernhard Schmid
Ton: Matthias Smycka, Johanna Tschautscher
Musik: Gerald Höfler
Produktion: Golden Girls Filmproduktion
Format: 4:3 / DD 2.0
Länge: 58 Minuten
Sprache: Deutsch/Englisch/Französisch
Untertitel: d/e
Darsteller: Oberstleutnant Josef Böck
  Mohamed Akser
  Bismarck Ibrahim
  Karin Resetarits
  Corinna Milborn

Flucht aus Afrika

(Is Europe an Option)

360 000 Afrikaner warten in Nordafrika darauf, nach Europa übersetzen zu können. Tausende Afrikaner sterben auf dem Weg durch die Wüste oder das Meer. Eine Gruppe Tuareg arbeitet in der Sahara gegen die Armut, ein Saftfabrikant aus Ghana will nach einer misslungenen Migration seine Fabrik wieder aufbauen, ein Wiener Oberstleutnant der Kripo 3 setzt sich für Fairness zwischen Exekutive und Afrikaner ein.

Der Film zeigt durch Einzelschicksale und anonymen Massenbildern einen Querschnitt der Migrations-Situation zwischen der Sahara und Europa. Am Knotenpunkt der Migration in der Sahara, in der Stadt Agadez ziehen wöchentlich 200 bis 500 Migranten durch. Genau dort arbeitet aber auch die lokale NGO Hed Tamat, geführt von einer Gruppe Tuareg-Nomaden, an der Entwicklung des Landes, um die Bevölkerung aus der Armut zu holen. Ein Saftfabrikant aus Ghana verliert seine Firma, weil er an den „Traum von Europa” glaubt. Er kehrt nach 2 Jahren Asylheim und Schubhaftgefängnis in Deutschland nach Ghana zurück, und versucht dort vergeblich seine Fabrik wieder aufzubauen. Seine Freunde glauben trotz seines Schicksals immer noch Europa.

Der Film zeigt das Making of eines 50 minütigen „Informationsfilmes” für Afrika, mit dem Titel „Europe beyond the dream”, der Afrikaner über die Realität und die Gefahren und Risiken einer Migration nach Europa aufklären soll. Der Saftfabrikant aus Ghana bringt diesen Film in sein Viertel und kann seinen Freunden damit endlich zeigen, wie es wirklich in Europa ist. Seine Freunde richten einen Appell an die „Europäische Regierung”, sie möge Afrikanern Arbeit und eine Zukunft geben, ihnen wird durch den Informationsfilm klar, dass sie ihren „Traum von Europa” aufgeben müssen. Die Regisseurin bringt ihren Film und diesen Appell zusammen mit der EU-Parlamentarierin Karin Resetarits nach Brüssel und konfrontiert das EU-Parlament mit den dramatischen Bildern der Migrationssituation zwischen Afrika und Europa sowie mit dem Appell aus Ghana. Die Reaktionen in Brüssel spiegeln die europäische Hilflosigkeit wieder. Im Niger, in der Sahara arbeitet die NGO Hed Tamat weiter für Bildung, Wasserversorgung, Arbeit, Friede und bessere Lebensbedingungen. Aber eine Rebellion bricht aus, eine Gruppe bewaffneter Tuareg richtet sich gegen den Staat, weil sie an den Gewinnen aus dem Rohstoffabbau in ihrem Territorium beteiligt werden wollen. Seit Jahrzehnten verdienen aus dem Uranabbau vor allem Europa und die nigerianische Regierung, die ihre Gewinne nicht mit der Bevölkerung im Norden teilt.


Frauenkarawane
Land: Niger
Jahr: 2009
Regie: Nathalie Borgers
Drehbuch: Nathalie Borgers, nach einer Idee von Christoph Gretzmacher
Kamera: Jean-Paul Meurisse
Montage: Dieter Pichler
Ton: Yunus Acar
Produktion: Lotus Film
Format: 35 mm, Farbe
Länge: 90 Minuten
Sprache: Tedaga
Untertitel: d
Darsteller: Amina Ahmed
  Domagali Issouf
  Hadija Chegou

Winds of Sand, Women of Rock

(Die Frauenkarawane)

Flirrende Hitze, mächtige Sanddünen, von weitem eine Karawane. Vertraute Bilder und doch ganz anders – denn diese Karawane besteht ausschließlich aus Frauen. Bei den Toubou (Tubu), einem Nomadenvolk im Südosten der Sahara, ist es immer schon Frauensache, sich einmal im Jahr auf eine 1.500 Kilometer lange Reise zu begeben. Die Frauen durchqueren mit Kindern und vielen Kamelen die Wüste, um in den Oasen im Norden Nigers Datteln zu ernten und diese im Süden zu verkaufen. Der Weg ist beschwerlich, doch ein mögliches Verirren, Wassermangel, die Geburt eines Kindes unterwegs oder die lange Abwesenheit schrecken die Frauen nicht ab. Nur das Ergebnis zählt: Dank ihrer Einkünfte kann ein Nomadenhaushalt ein Jahr leben, ohne Tiere verkaufen zu müssen.

Wenn Domagali, die Anführerin der Karawane, meint, dass die Reise auch in Zukunft unternommen werden soll, so bietet sie für Amina und Mariama, die von einem modernen Leben träumen, einen ganz anderen Anreiz. Fern von ihren Männern teilen sie – Nomadenfrauen unter sich – ihre Geheimnisse.


Lemon Tree
Land: Israel/D/F
Jahr: 2008
Regie: Eran Riklis
Drehbuch: Suha Arraf, Eran Riklis
Kamera: Rainer Klausmann
Montage: Tova Ascher
Musik: Habib Shehadeh
Produktion: Eran Riklis
Format: 35mm
Länge: 106 Minuten
Sprache: Arabisch, Hebräisch
Untertitel: d/f
Darsteller:  
Salma Zidane Hiam Abbass
Israel Navon Doron Tavory
Ziad Daud Ali Suliman
Mira Rona Lipaz-Michael
Abu Hussam Tarik Copty
Auszeichnungen:  
  • Panorama–Publikumspreis, Berlinale 2008

شجرة الليمون

(עץ לימון, Lemon Tree)

Salma Zidane ist Witwe. Sie lebt am Rande der Westbank und pflegt den Zitronenhain ihres verstorbenen Vaters. Gegenüber des Zitronenhains zieht der israelische Verteidigungsminister Israel Navon mit seiner Frau Mira in ein neues Haus. Die Palästinenserin Salma und ihr Zitronenhain werden plötzlich zu einer Gefahr für die Sicherheit des Ministers. Ein Zaun wird gezogen, ein Beobachtungsturm wird aufgestellt und das israelische Militär beschließt, den Zitronenhain gegen eine Entschädigung zu enteignen. Salma sucht Hilfe in der palästinensischen Gemeinde, doch ohne Erfolg. Erst der Rechtsanwalt Ziad Daud nimmt sich des Falles an. Es kommt zwischen Salma und dem wesentlich jüngeren Ziad zu einer gesellschaftlich verbotenen, aber vorsichtigen Liebschaft. Gemeinsam ziehen sie vor Gericht, werden jedoch abgewiesen. Salma gibt jedoch nicht auf und zieht vor den Obersten Israelischen Gerichtshof. Der monatelange Kampf der Witwe wird zu einem internationalen Politikum. Die internationale, wie auch israelische Presse berichten ausführlich. Salma erfährt sogar durch Mira, die Ehefrau des Verteidigungsministers Unterstützung. Die beiden Frauen können sich zwar nicht näher kommen, doch spürt Mira Sympathie für die kämpferische Frau auf der anderen Seite des Zaunes. Die Richterin vor dem Obersten Gerichtshof sucht schließlich einen Kompromiss. Salma kann den Zitronenhain behalten. Nur ca 100 Bäume, d.h. die Hälfte der Bäume, müssen auf eine niedrige Höhe abgeschnitten werden. Mittlerweile ist aus dem Zaun eine riesige Mauer geworden. Der Verteidigungsminister verliert über diesen Konflikt seine Ehefrau. Allein ist er in seinem neuen Haus, umgeben von einer Mauer. Hinter der Mauer trauert Salma über den nicht mehr verwertbaren Zitronenhain. Aus der Zeitung erfährt sie, dass Ziad sich mit einer jungen Frau verlobt hat.


La teta asustada
Land: Peru
Jahr: 2009
Regie: Claudia Llosa
Drehbuch: Claudia Llosa
Kamera: Natasha Braier
Montage: Frank Gutierrez
Ton: Edgard Lostanau
Musik: Selma Mutal
Produktion: Oberon Cinematográfica, Wanda Vision
Format: 35mm, 1:1.85, Farbe
Länge: 94 Minuten
Sprache: Spanisch, Quechua
Untertitel: d/f
Darsteller:  
Fausta Magaly Solier
Onkel Lucido Marino Ballón
Aida Susi Sánchez
Noe Efraín Solís
Perpétua Bárbara Lazón
Severina Karla Heredia
Tante Carmela Delci Heredia
Großmutter Anita Chaquiri
Melvin Fernando Caycho
Jonny Leandro Mostorino
Chicho Summy Lapa
Máxima María del Pilar Guerrero
Auszeichnungen:  
  • Goldener Bär, Berlinale 2009
  • Preis der Internationalen Filmkritik, Berlin 2009
  • Nominiert für den Oskar 2010 (Kategorie bester fremdsprachiger Film)

La teta asustada

(Eine Perle Ewigkeit)

Fausta ist eine junge, bildhübsche Frau in Lima. Ihre Mutter war aus den Anden in die Stadt gezogen. Jetzt stirbt die alte Frau, und die Tochter bleibt allein mit den bösen Geschichten zurück, die ihr die Mutter erzählt hatte. Fausta hat Angst, sich allein in der Stadt zu bewegen, weil sie aus den Erzählungen der Mutter von deren Vergewaltigung erfahren hat. Mit einer Kartoffel in der Vagina schützt sich die Frau vor den Männern, und weil sie Geld braucht, um die Mutter zum Begräbnis ins Dorf zurückzuführen, arbeitet sie bei einer reichen Musikerin in der Stadt. Für Fausta beginnt eine Reise aus der Furcht in die Freiheit, eine Reise zu sich selber.

Die Peruanerin Claudia Llosa hat einen zutiefst bewegenden Film gestaltet, der vom verborgenen Schmerz erzählt und dies in einer von der ersten Einstellung an radikalen Form tut – in stiller Wucht. Mit verblüffender Leichtigkeit erzählt sie – bei der ganzen Erdenschwere – vom Alltag der Indigenen und Mestizen in den Barriadas, entwickelt wunderbare Szenen und Überraschungen, die von einem eigenständigen Humor getragen sind. Ein peruanischer Film, der im wahrsten Sinn vor Augen führt, wie stark das junge Filmschaffen im Andenland ist, ein Film, der von der ersten bis zur letzten Szene trägt und packt und Dinge wagt, die man so im Kino noch nicht gesehen hat.

LA TETA ASUSTADA wurde in Berlin 2009 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Claudia Llosa hat ein großes Erzähltalent, zählt zweifellos zu den wichtigen Figuren des heutigen Kinos und schafft es, vergleichbar mit Filmschaffenden wie Antonioni, das Innenleben ihrer Figuren aus ihrer Umgebung heraus in diese zurückzuspiegeln. Sie schreibt ihren Film auf die Leinwand, steigt über die Sprachlosigkeit angesichts des Gewesenen ein und führt uns sorgsam in die verletzte Seele, die von der Indigenen Magaly Solier grandios verkörpert wird. Das ist starkes Autorinnen-Kino, lebendige Filmkunst heute.

© Walter Ruggle, trigon-film

Mehr zu diesem Film finden Sie im trigon-film Magazin Nr. 46.


Die Sonderaustellung BAODO & RESHTA

BAODO & RESHTA

In der Sonderausstellung „BAODO & RESHTA“ in der Galerie Schau-ST.A.LL treffen im August Afrika und Osteuropa aufeinander.

Der Verein BAODO aus Graz arbeitet seit Jahren mit MigrantInnen aus Afrika zusammen. Alte Möbeln, Truhen und andere Alltagsobjekte werden u. a. von den Afrikanern auf traditionelle aber auch humorvolle Art bemalt. Aber auch Einflüsse der neuen Heimat fließen in die Arbeiten der MigranteInnen ein.

Dem gegenüber steht die Malerei des jungen Russen Danila Reshta der in Moskau sein Kunststudium absolviert hat. Er stellt sich in seiner Arbeit als Suchender dar, geniert sich nicht, technisch wie gestalterisch verschiedenste Facetten auszureizen, als wolle er mäandrierend die Stilkapazität des 20. Jahrhunderts durchschlängeln. Diese gegensätzlichen kulturellen Ausdrucksformen vereint in einer Ausstellung versprechen eine spannende und unterhaltsame Auseinandersetzung für alle Kunstinteressierten.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt zwischen den Vereinen Südfilmfest und Schau-ST.A.LL. Zur Eröffnung am Samstag dem 31. Juli wird auch der Filmklassiker „Das Fest des Huhnes“ gezeigt. Zu sehen ist die Ausstellung von 1. – 15. August von Freitag bis Sonntag zwischen 17 und 20 Uhr und nach Vereinbarung mit Galeriebetreiber Andreas Steiner unter 0660-9154534. Galerie Schau-ST.A.LL, Am Kreuzberg 1 in Amstetten.


Das Fest des Huhnes
Land: Österreich
Jahr: 1992
Regie: Walter Wippersberg
Drehbuch: Walter Wippersberg
Kamera: Karl Benedikter
Montage: Reinhard Molterer
Produktion: Wolfgang Ainberger, Peter Wustinger
Format: PAL 4:3
Länge: 55 Minuten
Sprache: Deutsch

Das Fest des Huhnes

Die Sitten und Gebräuche der in Oberösterreich ansässigen „Ureinwohner” werden von schwarzafrikanischen Forschungsreisenden im Stil europäischer Forschungsreisender beschrieben. Sie stoßen dabei auf völlig neue Kulturphänomene. Wippersberg dreht dabei im Sinne von „Weißsein” das von europäischen Forschern angewandte Forschungsprinzip, zuerst ethnologische Studien zu betreiben und das dann in Form eines Dokumentarfilmes der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um.

Der Name des Films rührt daher, dass die schwarzafrikanischen Forscher die Entdeckung machen müssen, dass die Kirchen leer sind, die Menschen sich jedoch in Zelten zusammenfinden und gelbliche Flüssigkeit literweise in sich aufnehmen, dazu hauptsächlich Hühner essen und anschließend dann kollektiv den Vogerltanz aufführen. Sie ziehen daraus den Schluss, dass das Lamm als Opfersymbol vom Huhn abgelöst wurde.

© Wikipedia